Meditation

Eine einfache Anleitung zur Meditation

Im ersten Beitrag der neuen Ketoga-Reihe ging es darum zu erfahren, was Samadhi und Maya bedeuten. Da die Meditation einer der wichtigsten Ketoga-Grundpfeiler darstellt, möchte ich Ihnen an dieser Stelle eine einfache Anleitung zur Meditation an die Hand geben.

 

Wer sich für die Meditation entscheidet, entscheidet sich zeitgleich für einen besonderen Bewusstseinszustand, ähnlich wie eben der Entschluss für #Samadhi. Die Mediation kann dauerhaft zu einer wahrhaften Bereicherung des Lebens werden. Allerdings ist es einfacher gesagt als getan, zu meditieren. Eines der wohl wichtigsten Mediationswerkzeuge überhaupt ist die Geduld.

 

Wir leben in einer äußerst schnelllebigen Zeit und wenn es etwas gibt, woran es uns tatsächlich mangelt, so ist es Ruhe, Stille und Entschleunigung. Doch genau darum geht es bei der Meditation und ja, zu meditieren bedeutet nichts anderes, als sich bewusst zu entschleunigen. Wer sich entschleunigt, entzieht sich keinesfalls seinen Verpflichtungen. Wer sich zurückzieht um zu meditieren, entscheidet sich während eines ganz bestimmten Zeitraums, nur für sich selbst da zu sein. Das ist nicht egoistisch, sondern äußerst wichtig und gut.

 

In der Meditation finden wir mit der Entschleunigung Ruhe, Kraft, wir reflektieren, wir analysieren und wir richten uns dann auf das innere Ich-sein aus. Meditation kann überall durchgeführt werden, wichtig ist es, dass man sich einen Ort der bewussten Stille und Ruhe sucht, um zu meditieren. Gedanken dürfen kommen während einer Meditation, sie dürfen wahrgenommen werden, sie dürfen aber auch wieder gehen. Ganz gleich ob diese Gedanken positiv oder negativ sind. Wer sich als Neuling an die Meditation heranwagt, der sollte zu beginn nicht mehr als 10-15 Minuten an Zeitbudget einplanen. Doch sorgen Sie während diesem kurzen Zeitfenster, dass Sie möglichst ungestört sind.

Der Meditationsort

 

Der Meditationsort ist wichtig und er sollte wohl überlegt gewählt werden.  Es sollte ein Ort sein, an dem Sie sich wohl fühlen aber auch ungestört sein können. Es sollte ein Ort sein, an dem Sie nicht frösteln und frieren. Der Ort sollte möglichst so gewählt werden, dass er nicht einen negativen Flow aufweist und ablenkt, beispielsweise durch eine üppige, quietschbunte Einrichtung. Wenn Sie mögen, dann dürfen Sie die Meditationseinheit mit einer geeigneten Meditationsmusik untermalen und so für das adäquate Ambiente zu sorgen.

Die Sitzhaltung

 

Wenn Sie sich einen Ort ausgesucht haben, an dem Sie sich während der Meditation wohl fühlen können, dann setzen Sie sich nun in eine bequeme Sitzhaltung. Was die Haltung betrifft, so ist es währenddessen unabdingbar, dass der Rücken stets gerade gehalten wird. Justieren Sie immer wieder nach während der Meditation, wenn Sie bemerken, dass sich Ihre Haltung verändert hat. Eine Stellung mit gekreuzten Beinen ist besonders für die Meditation geeignet, wer jedoch aus gesundheitlichen Gründen dazu nicht in der Lage ist, kann auch jedwede andere Sitzhaltung einnehmen. Bitte achten Sie stets drauf, dass der Rücken frei ist und nirgends anliegt. Legen Sie Ihre Hände entweder auf Ihren Oberschenkel ab, oder begeben Sie sich in die typische „Chin mudra-Stellung“. Sie dürfen auch gerne die linke Hand in Ihre rechte Hand legen. Beim „Chin mudra“ berühren sich typischerweise Daumen und Zeigefinger ganz sanft und mit etwas Übung spüren Sie Ihren eigenen Pulsus.

Zur Ruhe kommen

 

Nun ist es an der Zeit, Besagtes in die Tat umzusetzen und mit der Meditation zu beginnen. Schließen Sie Ihre Augen und seien Sie ganz aufmerksam nur bei sich. Lassen Sie alle Gedanken zu, ob gut oder weniger gut, alles kann und darf, doch wichtig ist, dass Sie diese Gedanken auch wieder gehen lassen um für die Folgenden Platz zu schaffen. Konzentrieren Sie sich insbesondere als Anfänger auf Ihre Atmung: Nehmen Sie zu Beginn ruhig einige tiefe Atemzüge und achten Sie darauf, dass sich Ihr Abdomen bei der Inspiration nach außen hin wölbt und  bei der Expiration einzieht, als würde ein Vakuum entstehen. Versuchen Sie stets länger auszuatmen, als Sie eingeatmet haben. Dadurch verbessern Sie auf effiziente Weise Ihren Gasaustausch enorm. Zwingen Sie sich niemals dazu, innerlich ruhig zu sein. Gehen Sie die Meditation stets ruhig und entspannt an, Sie müssen nichts erzwingen und setzen Sie sich keine hohen Ziele. Erwarten Sie nichts! Beobachten Sie lediglich und nehmen Sie sich selbst wahr.

Die Meditation mit Affirmationen beenden

 

Wenn Sie an das Ende der Meditationseinheit gelangt sind, dann beginnen Sie damit, Ihre Atmung aufmerksam zu vertiefen. Es lohnt sich, eine oder gar mehrere Affirmationen mit einzubauen und diese auch mit klarer Stimme mehrmals hintereinander klar und deutlich auszusprechen. Achten Sie bei der Wahl Ihrer Affirmationen darauf, dass diese in der Gegenwart ausgesprochen werden. Affirmationen sollten stets positiv formuliert werden und auf die Worte „kein, nicht“ etc.  sollte bewusst verzichtet werden, Ihr Unterbewusstsein wird es Ihnen danken!

 

Beispiele für Affirmationen können so zum Beispiel sein:

 

-          Ich glaube fest an meine Ziele.

-          Ich bin wertvoll.

-          Ich bin einzigartig.

-          Ich tue das Richtige.

-          Ich erlaube mir jetzt, zu lieben und geliebt zu werden.

-          Ich meistere auch diese Hürde.

 

Wenn Sie das Gefühl haben, Ihre ganz bestimmte Art und Weise der Meditation noch nicht richtig gefunden zu haben, dann schauen Sie sich bitte die folgenden Meditationstechniken von Yoga-Vidya genauer an. Ich bin mir sicher, dass auch Sie die für Sie geeignete Methode finden werden.

 

Eine geführte Meditation von und mit Inga Stendl:

Weiterführend Informationen und wissenschaftliche Studien zum Thema Meditation:

 

https://wiki.yoga-vidya.de/Wissenschaftliche_Studien_Meditation

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