Der akute Yoga-Effekt

Der akute Yoga-Effekt – was Yoga wirklich in uns bewirkt

 

Der oder das Yoga, beide Schreibweisen sind grammatikalisch korrekt. Seit Jahren spielt Yoga für mich eine besondere Rolle und insbesondere im Zusammenhang mit einer ketogenen Ernährungsweise ist die Wirkung des Yogas auf unseren Organismus, physisch wie auch psychisch, von enormer Bedeutung. Ich erinnere mich noch an Zeiten, als Yoga als etwas für Esoteriker und Spinner gehalten wurde. Wenn man sich als Yogi oder Yogini outete, hatte man im Grunde bereits verloren und man wurde mit verklärten Blicken begutachtet. Doch heute werden überall Yoga-Kurse angeboten, der ursprüngliche Yoga wurde sogar weiterentwickelt und es gibt mittlerweile sogar schon knallharte Yoga-Pilates-Workouts. Bereits nach wenigen Wochen regelmäßiges Yoga-Training spüren Yogi die atemberaubende Wirkung des Yogas. Ein äußerst wertvoller Umstand in Zeiten der Globalisierung, Burn-out, Office-Job und schier unzähligen Stressoren, die die Moderne mit sich bringt. Doch was bringt Yoga wirklich und was steckt dahinter? Alles nur Schabernack oder doch ein seriöser Hintergrund?

 

 

 

Mir liegt eine Studie der „University of Illinois“ aus dem Jahre 2012 vor, dabei wurde die Wirkung des Yogas auf unseren Geist genauer unter die Lupe genommen und das Ergebnis ist großartig und vielversprechend aber es überrascht mich persönlich nicht wirklich, denn schon lange sind mir die Vorzüge des Yogas bekannt:

Es ließ sich eindeutig belegen, dass bereits nach einem regelmäßigen, 20-minütigen Training die Geschwindigkeit und Genauigkeit unserer Gehirnleistung in einem beachtlichen Maße beeinflusst wird. Ein vergleichbarer Effekt konnte durch eine andere oder stärkere Trainingseinheit jedoch nicht erzielt werden. Interessant! Wenn ich nun daran denke, dass sich im Rahmen der ketogenen Ernährung die kognitive Leistungsfähigkeit um bis zu 30% steigern lässt, dann erst wird mir, die Bedeutung und das wahre Ausmaß dieses Umstandes bewusst. Yoga besteht aber nicht nur aus Asanas, Yoga hat ebenso einen meditativen Charakter und wirkt sich in unserem Körper auf die unterschiedlichsten Systeme (positiv) aus. Allen voran sind die Auswirkungen am vegetativen Nervensystem deutlich zu spüren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das autonome Nervensystem ANS

 

Es gibt zahlreiche Synonyme für das Vegetatives Nervensystem: Autonomes Nervensystem, viszerales Nervensystem oder idiotropes Nervensystem – doch allesamt umschreiben ein und denselben essentiellen Mechanismus. Das Besondere an diesem Mechanismus ist die Tatsache, dass dieser weitgehend unwillkürlich arbeitet und nur indirekt beeinflusst werden kann, es verhält sich autonom und daher auch die Namensgebung.

 

Das idiotrope Nervensystem besteht aus den folgenden Komponenten:

 

-          Sympathikus (sympathisches Nervensystem)

-          Parasympathikus (parasympathisches Nervensystem)

-          enterisches Nervensystem (oftmals auch als eigenständiges System betrachtet)

 

Dabei arbeiten die Mechanismen des Sympathikus und Parasympathikus antagonistisch, dies bedeutet, sie haben eine entgegengesetzte Wirkung in unserem Körper. Das sympathische Nervensystem ist im Grunde für alle aktivierenden Prozesse verantwortlich (Flucht und Kampf) und das Parasympathische hingegen, für das Gegenteil. Das Parasympathische wirkt dabei beruhigend, regenerierend und dämpfend. Und genau an dieser Stelle setzt auch der „akute Yoga-Effekt ein“. Yoga fördert in einem umfangreichen Ausmaß die Wirkung des Parasympathikus und verstärkt diese bedeutsam. Der Blutdruck wird nach unten hin reguliert, der Organismus entschleunigt sich, die Pulsfrequenz fällt, es werden deutlich weniger Stresshormone ausgeschüttet und das Blut, dass nun nicht mehr vorwiegend in unserer Muskulatur benötigt wird (Flucht und Kampf) wird zu anderen wichtigen Strukturen unseres Organismus geleitet und versorgt diese mit mehr Sauerstoff.

 

Die Wirkung des Parasympathikus im Zusammenhang mit Yoga

 

Die parasympathische Wirkung wirkt sich natürlich auch auf die Respiration aus und diese wird signifikant verändert. Die Folge ist die deutlich vertiefte Inspiration und die ebenso wichtige Expiration – dabei entledigt sich unser Organismus mit jeder Ausatmung vermehrt „verbrauchter“ Atemluft. Eine hervorragende Pneumonie-Prophylaxe und jede Pflegefachkraft, sollte an dieser Stelle hellhörig werden, wissen wir doch um die Bedeutung dieser wertvollen und wichtigen Maßnahme…

Die dadurch entstandene Modifikation im Gasaustausch bringt natürlich enorme Vorteile für den gesamten Organismus mit sich. Dem Körper steht deutlich mehr Energie zur Verfügung und diese kann nun genutzt werden: Verdauung, Regeneration, hormonproduzierende Drüsen, Immunabwehr, Gehirn und vieles mehr.

 

 

 

 

 

 

Die Wirkungen auf das Herz-Kreislauf-System

 

Dies ist auch die Erklärung dafür, warum Yoga -richtig praktiziert- so wertvoll für den Menschen ist. Die „American Heart Association“ hat die Wirkung von Yoga auf das Herz-Lungensystem ebenfalls untersucht. Dabei konnte eindeutig belegt werden, dass sich Yoga auf Patienten mit Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems äußerst positiv auswirkte. Die Beschwerden dieser Patienten konnten nicht nur signifikant verbessert werden, es konnte auch ein deutlicher Anstieg der Herzgesundheit nachgewiesen werden. Unsere westliche Lebensweise bringt häufig Probleme mit sich, die sich auf das Herz-Kreislauf-System gravierend auswirken. Die Folge unserer totalitären Alltags-Beschleunigung endet nicht selten in Myokardinfarkt und Apoplexie. Und deshalb ist es für betroffene Menschen umso wichtiger, sich dieser Beschleunigung zu entziehen und etwas für sich und ihre Gesundheit zu tun.

Wir können nicht willentlich unsere Verdauung, die Atmung, den Metabolismus, den Flüssigkeitshaushalt und andere essentielle Mechanismen unseres Körpers beeinflussen, dies übernimmt das autonome Nervensystem für uns. Aber wir können durchaus Yoga einsetzen, um diese maßgeblich indirekt zu beeinflussen und eine beachtliche Funktionssteigerung bzw. Regulation dieser Mechanismen zu erzielen.

 

Auswirkungen auf das Hormonsystem

 

Wer jetzt glaubt, dies sei schon alles gewesen, der irrt sich gewaltig, denn Yoga kann noch viel mehr. Jeder einzelne von uns hat schon einmal etwas über Hormonstörungen gehört, gelesen oder gar selbst Erfahrungen damit gemacht. Das endokrine System unseres Körpers ist ein äußerst komplexes, fragiles und hochkompliziertes Konstrukt. Das endokrine System besteht dabei aus unzähligen Strukturen des Körpers, die in der Lage sind, Hormone zu synthetisieren. Dies sind lebensnotwendig und sie ermöglichen unserem Körper die Koordination und Funktion etlicher Mechanismen:

 

-          Metabolismus

-          Säure-Basen-Haushalt

-          Elektrolyt-Haushalt

-          Flüssigkeits-Haushalt

-          Blutdruck-Regulation

-          Nährstoffaufnahme aus dem Chymus

-          Wachstum & Fortpflanzung

-          Reifungsprozesse und noch viel mehr…

 

Und auf eben all jene Mechanismen wirkt sich auch Yoga aus. Yogapraktizierende können dafür sorgen, dass sich das endokrine Hormonsystem im Equilibrium hält, aber auch Entgleisungen können durch Yoga positiv beeinflusst werden. Yoga stimuliert die endokrinen Strukturen und Funktionen unseres Körpers, verantwortlich dafür sind die sogenannten Asanas, denn diese üben u.a. Druck aus oder sorgen für eine Druckentlastung auf eben dieser Strukturen und sie werden dadurch stimulatorisch beeinflusst.

 

Die Auswirkungen auf das Immunsystem

 

Eine weitere Studie hat sich der Auswirkungen des Yogas auf unser Immunsystem gewidmet und die Ergebnisse können sich absolut sehen lassen. Yoga sorgt für eine Steigerung unserer Immunabwehr und so nimmt Yoga einen direkten Einfluss auf die Erkrankungsintensität und Häufigkeit. Dies bedeutet, dass Yogapraktizierenden deutlich weniger krank sind als Menschen, die kein Yoga betreiben.

 

Der gesteigerte mentale Fokus

 

Aber auch der mentale Fokus wird maßgeblich durch Yoga beeinflusst. Und noch mächtiger wird diese beeinflussende Komponente in Kombination mit einer ketogenen Ernährungsweise, denn diese erzeugt eine Leistungssteigerung unseres Gehirns um bis zu 25-30%. Ein äußerst beachtliches Ergebnis und nicht umsonst ist die ketogene Ernährung -richtig eingesetzt- ein mächtiges Instrument gegen Alzheimer & Co.

 

 

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