Keto-Basics: Spargel - Ein königlicher Hochgenuss

Kaum eine andere Gemüsesorte bringt uns so sehr ins Schwelgen, wie es der Spargel tut:

Königliches Gemüse, weißes Gold oder Elfenbein zum essen - die Synonyme für Spargel

könnten problemlos endlos fortgeführt werden.

 

 

 

Bereits die antiken Griechen wussten den Spargel durchaus zu schätzen, allerdings in einem anderen Zusammenhang, denn Hippokrates nutzte nicht etwa die zarten Spargelstangen, sondern verwendete getrocknete Spargel-Wurzeln und stellten daraus ein stark harntreibendes Diuretikum her.

 

Bereits 175 vor Christus beschrieb Cato der Ältere in seinem Werk „De agri cultura“ ein detailliertes Anbauverfahren für Grünspargel und selbst Kaiser Augustus soll Überlieferungen zufolge ein großer Spargel-Liebhaber gewesen sein („… citius quam asparagus coqunatur“).

 

 

 

 

Der Asparagus (Spargel) ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Asparagaceae (Spargelgewächse) und sowohl in Eurasien wie auch in Afrika sehr weit verbreitet. Die wohl wirtschaftlich wichtigste Art dieser Gattung ist der Asparagus officinalis (Gemüsespargel), allerdings werden in mediterranen Ländern wie Spanien, Italien und Griechenland auch die wildwachsenden Sorten hochgeschätzt, denn sie schmecken nicht minder gut. Ich persönlich bevorzuge sogar diese Sorten dem handelsüblichen Asparagus officinalis.

 

 

 

 

Verbreitung des Spargels

 

Die Gattung Asparagus besitzt ein weites Verbreitungsgebiet in Eurasien und Afrika. Spargelpflanzen gedeihen von gemäßigten bis tropischen Gebieten. Das Zentrum der Artenvielfalt liegt an der Südspitze Afrikas im Florenreich der Capensis. In China kommen etwa 31 Arten, davon 15 nur dort vor, etwa 15 Arten davon kommen in Europa vor.

 

 

 

Beschreibung

 

Asparagus-Arten wachsen als ausdauernde, krautige Pflanzen oder Halbsträucher. Sie bilden meist kurze Rhizome als Überdauerungsorgane. Die aufrechten oder oft kletternden Stängel sind verzweigt; in den Achseln der Stängel und Verzweigungen werden laubblattähnliche, grüne Sprossachsen, sogenannte Phyllokladien gebildet. Diese stehen selten einzeln, sondern meist in Büscheln und sind flach und dreikantig bis fast stielrund. Die angedrückt am Stängel angeordneten Blätter sind nicht grün, meist relativ klein, schuppenförmig und fleischig bis häutig; ihre Basis ist zu harten Dornen umgebildet.

 

 

 

Die Blüten stehen selten einzeln, meist zu mehreren in den Blattachseln oder manchmal in traubigen oder doldigen Blütenständen zusammen. Über jeweils einem häutigen Deckblatt steht ein gegliederter Blütenstiel. Die relativ kleinen, dreizähligen Blüten sind meist zwittrig, seltener eingeschlechtig. Sind die Blüten eingeschlechtig, dann sind die Arten zweihäusig getrenntgeschlechtig (diözisch). Die sechs gleichgestaltigen, glockig bis fast kugelig zusammenstehenden Blütenhüllblätter sind frei oder manchmal an ihrer Basis verwachsen. Es sind zwei Kreise mit je drei Staubblättern vorhanden. Die Staubfäden sind meist mit den Blütenhüllblättern mehr oder weniger lang verwachsen. Drei Fruchtblätter sind zu einem oberständigen, dreikammerigen Fruchtknoten verwachsen. Jede Fruchtknotenkammer enthält einige Samenanlagen. Die kugeligen Beeren enthalten einige oder häufig nur einen Samen. Die Beeren einiger Arten sind giftig.

 

Der Spargel enthält 93 bis 94 Prozent Wasser, 1,95 Prozent Stickstoffsubstanzen, 0,14 Prozent Fett, 0,37 Prozent Zucker und 2,03 Prozent sonstige verdauliche Kohlenhydrate. Dies ist ein relativ geringer Anteil an Kohlenhydraten und deshalb ist der Spargel aus der Keto-Küche einfach nicht wegzudenken und somit auch bestens geeignet.

 

Der therapeutische Einsatz von Spargel

 

Asparagus officinalis kann durchaus bei den unterschiedlichsten Leiden angewendet werden: Obstipation (Verstopfung), Gallenprobleme, Leberleiden, Erkrankung der Blase und Ödeme. Spargel kann aber noch viel mehr in uns bewirken, denn die Inhaltsstoffe des Spargels wirken antibakteriell, beruhigend, lindern Magenverstimmungen und sie haben einen stimulatorischen Effekt auf den Appetit. Diabetiker und Ketarier gleichermaßen sollten jedoch das Rhizom (also die Wurzel) eher meiden, da man hier die höchste Konzentration an Zucker findet.

 

Weitere Inhaltsstoffe des Spargels

 

Spargel liefert wertvolle Ballaststoffe, wichtige Folate (es handelt sich bei den Folaten um die natürliche und aktive Form der Folsäure), Kalium, ein günstiges Calcium-Magnesium-Verhältnis, B-Vitamine und eine Reihe von bioaktiven Pflanzenstoffen.

 

Man vermutet sogar, dass Spargel ganz konkret die Bildung von Nierensteinen verhindern, aber auch bestehende Nierensteine auflösen kann. Aufgrund des marginalen glykämischen Indexes GI, eignet sich das Gemüse besonders für Diabetiker, denn der Blutzuckerspiegel wird durch Spargel kaum beeinflusst.

 

Spargel kann roh oder leicht gedämpft, warm oder kalt, püriert als Suppe oder in Stangenform in einer unendlichen Vielzahl der verschiedensten Zubereitungsmethoden serviert werden. Er sollte jedoch niemals zu lange gekocht werden. Leichtes Dämpfen für 3 bis 8 Minuten (je nach Dicke der Stangen) genügt bereits.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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