Das passiert mit deinem Körper, wenn du konsequent auf Zucker verzichtet

Bist du bereit für ein 14-tägiges Experiment? Wie wär es denn, wenn du einmal ganz

bewusst auf den industriell gefertigten Zucker verzichten würdest? Ich meine damit

nicht den Zucker aus Obst und Gemüse, ich meine den Zucker aus jenen Lebens-

mitteln, die ganz gut auch ohne Zuckerzusätze auskommen würden...

 

 

 

Eines kann ich dir bereits an dieser Stelle garantieren: Wenn du es wirklich schaffen solltest, auf industriell gefertigten Zucker gänzlich zu verzichten, dann werden in deinem Körper ganz viele unglaubliche Dinge passieren – versprochen!

 

Wenn man sich dazu entschließt komplett auf Zucker zu verzichten, dann erfordert dies ein gewisses Maß an Disziplin und vor allem auch Durchhaltevermögen, denn ganz so einfach ist das überhaupt nicht. Ist doch unser Organismus darauf getrimmt, täglich die volle Dröhnung „Sugar“ verabreicht zu bekommen. Dabei spielt es auch keine Rolle, ob es sich dabei um Zucker aus Pralinen, Eiscreme und Keksen handelt, dieser Zucker ist nicht minder schlecht als beispielsweise jener Zucker, der irgendwelchen Fertig-Saucen oder anderen Convenience-Produkten zugesetzt wurde. Wahrscheinlich liegt der einzige Unterschied in der Menge, denn klar, Süßes enthält oftmals wesentlich mehr Zucker als nun unsere Fertig-Sauce.

 

Es ist heute unbestritten, dass es sich für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden definitiv lohnt, beim Einkaufen die Nährwerttabelle der Lebensmittel zu studieren und auch mal genauer hinzuschauen.

 

 

 

Wenn du auf Zucker verzichtest, dann tust du deinem Körper etwas Gutes und du wirst auch einige Veränderungen an dir bemerken, denn die „Nebenwirkungen“ des Zucker-Entzugs sind bemerkenswert...

 

1. Gewichtsreduktion:

 

Ganz klar, der Zucker-Verzicht führt definitiv zu einer unvermeidlichen Gewichtsreduktion, denn zum einen wird der Blutzuckerspiegel in einer engen Grenze gehalten und somit fehlt deinem Körper das Signal, die Fettsdepots zu öffnen und zu "erweitern". Zum anderen sind zuckerhaltige

Produkte nichts weiteres als belastende, schwere und "leere" Kalorien ohne einen Nährwert.

 

2. Glücklicher durch Zucker-Mangel:

 

Eigentlich sollte man meinen, dass Menschen die ganz bewusst auf Zucker verzichten, alles andere als glücklich sein können: Zucker macht doch glücklich! Aber genau das Gegenteil ist der Fall, den Zucker macht zwar kurzfristig „glücklich“, indem es sich auf unser Belohnungszentrum auswirkt, dauerhaft macht es aber genau das Gegenteil und wer an einer Depression leidet sollte als Sofortmaßnahme nicht etwa den Zucker-Konsum hochfahren, sondern eher runterfahren. Industriezucker macht uns nicht nur fett, sondern auch unglücklich und vor allem auch depressiv.

 

3. Gesteigerte Immunabwehr:

 

Zucker wirkt sich in unserem Körper auf ganz unterschiedliche Strukturen negativ aus. Wer regelmäßig Zucker konsumiert, muss mit einer deutlich verminderten Immunabwehr rechnen: Zucker ist sehr exzitatorisch  und es sorgt für mächtigen Stress in unserem Körper. Wer im Rahmen der ketogenen Ernährung eine gesteigerte Immunabwehr beobachten konnte, weiß wovon hier die Rede ist. Die gesteigerte Immunabwehr ist nur einer der vielen Vorteile der ketogenen Ernährung.

 

4. Jüngeres und besseres Aussehen:

 

Zucker lässt uns alt aussehen! Nicht gewusst? Ist aber Tatsache, denn Zucker wirkt sich absolut negativ auf unser Aussehen aus. Wer kennt es nicht, nach exzessivem Schokoladen-Konsum zeigen sich bereits nach kurzer Zeit Pickel und Mitesser, die Haut sieht wesentlich faltiger aus und überhaupt – Wohlfühlen ist definitiv etwas Anderes. Zucker hat die gleiche negative Wirkung auf unseren Körper und Haut wie Alkohol, Nikotin & Co. Schuld daran ist der sogenannte Glykations-Prozess. Bei der Glykation werden all jene Stoffwechselendprodukte des Zuckers, die vom Körper nicht verstoffwechselt werden können, an die Fasern unserer Haut geheftet. Diese Fasern verhärten sich dann in der Folge und nun geschieht genau das, was niemand von uns möchte: Die Haut wird weniger elastisch, es bilden sich viel schneller Falten und wir sehen einfach nicht mehr frisch und gesund aus. Auf demselben Effekt beruht übrigens auch die Bildung von Pickeln und Mitessern nach exzessivem Schokoladen-Konsum, denn die Haut ist das Spiegelbild unserer Darmgesundheit und unser Darm kann Zucker in hohem Maße nur unter Stress verwerten.

 

5. Bessere Schlafqualität:

 

Viele Menschen glauben, dass sie nicht gut schlafen können, wenn sie vor dem Zubettgehen nicht noch etwas Schokolade essen können. Doch genau das Gegenteil ist der Fall, denn nach einem derartigen „Betthupferl“ fällt der Blutzuckerspiegel gerne extrem über Nacht ab und das bedeutet dann Stress für unseren Körper. Ein weiterer Umstand, der sich negativ auf die Schlafqualität auswirken kann, ist die mit dem Schokoladenverzehr verbundene Freisetzung von Stresshormonen, diese sorgen für einen schlechten, ungesunden Schlaf. Zucker lässt uns nicht nur alt aussehen, sondern führt dazu, dass unser gesamter Hormonhaushalt kräftig durchgerüttelt wird.

 

6. Verringertes Diabetes-Risiko:

 

Der letzte Punkt ist glaube ich selbsterklärend und bedarf keiner weiteren Ausführung, denn es ist ganz klar, wer viel Zucker zu sich nimmt, erhöht sein Risiko, an Diabetes mellitus Typ II zu erkranken.

 

 

Wissenswertes über die Glykation:

 

Man unterscheidet bei der Glykation grundsätzlich 2 Formen: Endogene und exogene Glykation.

 

Exogene Glykation erfolgt in der Regel, wenn Proteine mit Zuckern gekocht werden. Temperaturen über 120 °C begünstigen diesen Prozess. Das Reaktionsprodukt wird auch als Advanced Glycation Endproduct (AGE) bezeichnet. Die Glykation durch trockene Gartechniken mit reduzierenden Zuckern wird als Maillard-Reaktion bezeichnet, einige der entstehenden farbigen Reaktionsprodukte gehören zu den Melanoidinen. AGEs werden in der Lebensmittelindustrie als Geschmacksverstärker, Farbstoffe oder zur Aufbesserung der Erscheinung eingesetzt. Ursprünglich ging man davon aus, dass AGEs ungefährlich sind. Neuere Forschungsergebnisse deuten jedoch darauf hin, dass AGEs bei manchen Erkrankungen zumindest beteiligt sind. Weiterhin könnte Glykation auch an der Bildung von Acrylamid beteiligt sein. In der Regel ist jedoch die Konzentration der AGEs in unzubereiteten Nahrungsmitteln nicht besorgniserregend. Insbesondere durch häufigen Verzehr von Gebratenem und Gegrilltem können jedoch Konzentrationen erreicht werden, die vom Körper nicht mehr neutralisiert werden können, ähnlich wie dies generell im fortgeschrittenen Alter der Fall ist.

 

Von besonderem Interesse ist für uns aber die endogene Form.

Endogene Glykation entsteht auch im Körper, besonders im Blutkreislauf. Hierbei reagieren im Wesentlichen Fruktose und Galaktose und in geringerem Umfang auch Glukose unkontrolliert mit körpereigenen Proteinen ohne Beteiligung von Enzymen. In Folge des Stoffwechsels entstehen reaktive Dicarbonyle wie 3-Deoxyglucoson und Methylglyoxal. Problematisch ist hierbei die Anreicherung der AGE über die Zeit, insbesondere bei einem erhöhten Blutzuckerwert, bei der Zellen und Gewebe geschädigt werden können.

 

Bei der Glykation von Hämoglobin entsteht HbA1c. Der HbA1c-Anteil am Hämoglobin kann gemessen werden, um z. B. bei Diabetikern den durchschnittlichen Blutzuckerwert der letzten vier bis zwölf Wochen abzuschätzen.

 

Gesundheitliche Auswirkungen der endogenen Glykation

 

Der endogenen Glykation wird eine Beteiligung an unterschiedlichen Alterserkrankungen zugeschrieben, z. B. Diabetes mellitus Typ II und Herz-Kreislauferkrankungen. Höhere Konzentrationen an AGE entstehen z. B. bei oxidativem Stress oder Hyperglykämie. Sie werden unter anderem mit Arteriosklerose, einer schlechteren Angiogenese und einer gestörten Wundheilung in Verbindung gebracht. Manche AGE fördern eine Entzündung, teilweise durch Bindung an den zellulären Rezeptor Receptor for AGE (RAGE) auf Monozyten. Die während einer AGE-induzierten Entzündung aktivierten Monozyten sezernieren Interleukin-1, TNF-α, Platelet Derived Growth Factor und Insulin-like growth factor-1. Weiterhin werden dadurch Thrombozyten aktiviert, wodurch sich vermehrt Blutgerinnsel bilden können. In Folge der Glykation kann es bei Neuronen zu einem Abbau von Myelin und zu Neuropathien kommen, z. B. bei Diabetes mellitus Typ II und Alzheimer-Krankheit. Weiterhin wird eine Beteiligung bei Osteoporose, Glomerulosklerose, Arthritis, respiratorische Insuffizienz und Sepsis untersucht.

 

 

 

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