Anatomie & Physiologie: Das Endokrinsystem Teil II

Dies ist Teil II meines Beitrages "Anatomie & Physiologie": Das Endokrinsystem

 

 

 

 

Die Schilddrüse (Glandula thyroidea)

 

Die Glandula thyroidea ist am Hals lokalisiert, etwa in Höhe des Larynx und dem oberen Teil der Trachea. Die Schilddrüse besteht aus zwei Lappen, verbunden werden diese Strukturen durch eine Brücke aus Drüsengewebe, dem sogenannten Isthmus.

 

Das Innere der Glandula thyroidea besteht aus einer dichten Zellmasse, die Follikel genannt wird. Die Schilddrüse ist ein äußerst sensibles Organ und sie verändert Grüße und Aktivität während ganz bestimmten Zeiten wie Pubertät, Schwangerschaft und physiologischen Streßsituationen. Auch während des Menstruationszyklus, kann man Veränderungen in Größe und Aktivität der Glandula thyroidea beobachten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Thyreoideahormone

 

Zwei besonders wichtige Substanzen werden von der Glandula thyroidea aus dem Blut genommen, um daraus dann die Thyreoideahormone (Thyroxin und Trijodthyronin) zu produzieren. Die Hormone der Glandula thyroidea regulieren die Geschwindigkeit der metabolischen Prozesse in den Körpergeweben (Grundumsatz) und damit benso das Wachstum. Die Mangelsekretion von Thyroxin verursacht im Kindesalter Kretinismus (eine Form des Zwergenwuchs). Eine Mangelsekretion bei Erwachsenen hingegen verursacht das sogenannte Myxödem (geistige Stumpfheit, dick aufgetriebenes Gesicht etc.). Eine Übersekretion beim erwachsenen Menschen verursacht einen erhöhten Metabolismus verbunden mit Nervosität, Erregbarkeit und Vorwölbung der Augen (Exophthalmus).

 

Glandula parathyreoidea und das Parathormon

 

Die Glandula parathyroidea, auch als Nebenschilddrüse bezeichnet, sind kleine rundliche Körper an der hinteren Oberfläche der Seitenlappen der Thyroidea. Normalerweise finden sich insgesamt 4 Drüsen, allerdings können es auch mehr oder weniger sein.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Nebenschilddrüse sezerniert das sogenannte Parathormon. Das Parathormon ist maßgeblich an der Regulation des Kalziumspiegels beteiligt. Eine Übersekretion des Parathormons verursacht einen Ausstrom von Kalzium aus den Knochen, wodurch die Kalziumkonzentration im Blutplasma stark ansteigt. Es kommt zu einer verstärkten Kalzium-Exkretion mit dem Urin und in Niere, Blase und an den Weichteilen (besonders an den großen Arterien) können Kalziumverbindungen abgelagert werden. Durch den Abbau von Kalzium aus den Knochen kommt es zu deutlichen Deformationen und Osteoporose.

 

Eine mangelnde Sekretion des Parathormons hingegen wird von einem niederen Blutkalziumspiegel begleitet. Dies führt zu starken Muskelspasmen und Krämpfen.

 

Die mangelnde Prathormonsekretion wird als Hypoparathyreidismus bezeichnet.

 

Glandula adrenalis (Glandula suprarenalis, Nebennieren)

 

Die Nebenniere ist eine paarige Hormondrüse und befindet sich beim Menschen auf den oberen Polen beider Nieren. Sie erscheinen als flache, gelbliche Körper. Jede Nebenniere weist eine Cortex (Rinde) und eine Medulla (innerer Kern, Mark) auf. Ähnlich wie bei den Lappen der Hypophyse sind Coretex und Medulla der Glandula adrenalis bezüglich Ursprung, Struktur und Funktion zu unterscheiden. Sie unterliegen dem hormonellen Regelkreis und dem vegetativen Nervensystem.

 

 

Adrenalin und Noradrenalin

 

Die Nebenniere wiegt etwa 5 bis 15 Gramm, ist etwa 4cm lang, 4 cm dick und etwa 2 cm breit. Das Nebennierenmark (Medulla glandulae suprarenalis) liegt im Inneren der Nebenniere. Das Mark sezerniert zwei Hormone mit ähnlichen Effekten auf den Organismus: Adrenalin zu 80% und Noradrenalin zu 20%.

 

Beide Substanzen treten nur in absoluten Notsituationen in Erscheinung, solange der Organimus unter physiologischen Bedingungen funktioniert, werden sie nicht in den Blutstrom sezerniert. Während bestimmten Stress- und Angstsituationen hingegen, werden beide Hormone in den Blutstrom abgegeben. Sie führen zu einer erhöhten Herzschlagfrequenz, erweitern die koronaren Arterien und die Blutgefäße der Muskulatur, die Atemwege und bewirken die Freigabe von Glukose in den Blutstrom.

 

Die Hormone der Nebennieren verstärken die Wirkung des autonomen Nervensystems während derartiger Stress-Situationen.

 

 

Pankreasinseln (Langerhanssche Inseln)

 

Verstreut durch das Pankreas liegen kleine Gruppen spezialiserter Zellen, welche zwei Hormone sezernieren. Es handelt sich um Glukagon und Insulin. Man bezeichnet diese spezialisierten Inseln auch als Pankreasinseln oder Langerhans'sche Inseln. Die Inseln enthalten mindestens 3 unterschiedliche Zelltypen, die A-Zellen, B-Zellen und D-Zellen. Strukturell sind sie sehr unterschiedlich, so wird Insulin nur in den B-Zellen gebildet, Glukagon hingegen in den A-Zellen. Die Insulinmoleküle welche von den B-Zellen des Pankreas sezerniert werden sind äußerst komplex und bestehen aus 51 Aminosäuren. Insulin reguliert die zelluläre Aufnahme von Glukose in die Zellen, Glukagon hingegen erhöht den Blutzuckerspiegel indem es die Freisetzung von Glukogen (Speicherform der Glukose) stimuliert. Ein Mangel an Insulin führt zu einer Erhöhng des Blutzuckerspiegels, Wasser- und Elektrolytverlust, Hypotension bis hin zu Koma und Tod.

 

 

 

In Teil III erläutere ich u.a. die Thymusdrüse und die Ovarien...

 

 

 

 

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