"Zingiber officinale" - Ingwer in der modernen Keto- und Ketoga-Küche

"Zingiber officinale" - Ingwer in der modernen Keto- und Ketoga-Küche

 

Ingwer gehört aus vielerlei Gründen sowohl in die Keto- als auch in die #Ketoga-Küche und wenn es wirklich Lebensmittel gibt, die die Bezeichnung „Superfood“ verdient haben, dann gehört das Rhizom-Gewächs definitiv dazu. Seit je her war der Ingwer in Europa als Gewürzpflanze bekannt, doch neuerdings macht sich der Ingwer als Liftestyle-Produkt und Phytopharmakon einen ehrenhaften Namen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zinzgiber officinale, so die korrekte Bezeichnung für das Gewächs, ist eine Pflanzenart der Gattung Ingwer (Zingiber) innerhalb der Familie der Ingwergewächse, den sogenannten Zingiberaceae. Der Wurzelstock, das Rhizom also, wird sowohl als Gewürz in der Küche, als auch als Arzneidroge verwendet. Die pharmazeutische Bezeichnung dafür lautet korrekt Zingiberis rhizoma.

 

 

 

Ingwer besteht genau genommen aus mehr als 160 einzelnen Substanzen, wir finden in diesem Gewächs unter anderem Eisen (Ferrum Fe), viele Vitamine wie beispielsweise Ascorbinsäure (Vitamin C) und das B6, aber auch Natrium, Phosphor, Kalium und Calcium. Ferner lassen sich aus dem Ingwer diverse ätherische Öle extrahieren, so zum Beispiel Zingiberol und Zingiberen, aber auch die Scharfstoffe des Ingwers, Gingerole und Shoagole (Diarylhetanoide).

 

Ingwer als nebenwirkungsarme Alternative für die Acetylsalicylsäure (ASS)

 

Tatsächlich konnte in einschlägigen Studien nachgewiesen werden, dass die Inhaltsstoffe des Ingwers das gleiche Enzym hemmen, wie die berühmte Acetylsalicylsäure (ASS) – Ingwer hemmt somit das Enzym Cyclooxygenase und eignet sich deshalb auch als Phytopharmakon in der Humanmedizin bei Schmerzen. Die Dosierung muss aber eben dann auch entsprechend hoch sein, denn ansonsten wirkt der Ingwer nicht zufriedenstellend.

 

 

 

Weitere Anwendungsgebiete:

 

-          Erkältungen und grippale Infekte

-          Atemwegserkrankungen

-          Rheumatismus

-          Menstruationsbeschwerden

-          Kopfschmerz

-          Myalgien

-          Nausea und Vomitus (Übelkeit und Erbrechen)

 

Da der Ingwer den physiologischen Metabolismus unterstützt, wird das Gewürz beispielsweise als Ingwerwasser bei Diäten unterstützend eingesetzt. Wie potent jedoch die Pflanze als Arzneidroge tatsächlich ist, kann man an der antiemetischen Wirkung des Ingwers erkennen. Die Inhaltstoffe helfen bei Übelkeit und Erbrechen genauso wirkungsvoll wie chemisch definierte Arzneimittel (vergleichsweise Dimenhydrinat/Vomex). In der Onkologie werden Ingwer-Präparate seit geraumer Zeit erfolgreich eingesetzt und Menschen, die unter einer Chemotherapie zusätzlich mit diesen Präparaten versorgt werden, leiden deutlich weniger an den unangenehmen Folgen der Therapie (Übelkeit und Erbrechen). Es sieht so aus, als würden die Inhaltsstoffe des Ingwers an die Serotonin-Rezeptoren-Ionenkanäle anbinden, dadurch ließe sich die antiemetische Wirkung erklären. Erwiesen ist dabei jedoch die Tatsache, dass Ingwer auch eine direkte Wirkung auf den Magen-Darm-Trakt.

 

Auch bei rheumatischen Beschwerden wird der Wirkstoff bereits seit mehren Jahren erfolgreich eingesetzt und ein Experte auf diesem Gebiet ist der Pharmakologe und Professor der Universität Münster, Eugen Verspohl. Im Jahre 2015 erbrachten dänische Forscher den Beweis, dass sich Ingwer positiv auf die Arthrose auswirkt.

Interessant ist die Tatsache, dass Ingwer-Präparate bei Menschen mit Arthrose den gleichen analgetischen Effekt erzielen können, wie mit dem chemisch definierten Ibuprofen.

 

Da Ingwer in der Schwangerschaft die Wehentätigkeit verstärken bzw. auslösen kann, ist hier besondere Vorsicht geboten.

 

Ingwerzubereitungen gegen den typischen Aceton-Geruch in der Ketose

 

In der Keto-Küche ist der Ingwer aber nicht nur wegen seiner Scharfstoffe und dem exotischen Aroma von Bedeutung. Ketarier wissen, dass Ketonkörper auch über die Atemluft abgegeben werden und der Atem oftmals essigartig bzw. nach Nagellackentferner riecht. Hier hilft der Ingwer und regelmäßig angewendet wird der Aceton-Geruch spürbar und effizient bekämpft. Dabei kann man sich entweder ein Stückchen frischen Ingwer einfach auf die Zunge legen oder aber, man bereitet sich frisches Ingwerwasser zu, das man dann über den Tag verteilt trinkt. Der Ingwer ist in Verbindung mit Wasser ein äußerst aromatischer Durstlöscher.

 

Fazit

 

Ingwer gehört für mich persönlich definitiv in die Keto- und Ketoga-Küche und ich finde, dass dieses Gewächs die Bezeichnung "Superfood" wahrhaftig verdient. Ingwer eignet sich hervorragend in der Küche, er hilft während der Ketose, diesen unangenehmen Aceton-Geruch loszuwerden, er unterstützt durch seine Scharfstoffe die physiologische #Thermogenese und er unterstützt unser Immunsystem. Auch bei der Mundpflege macht es durchaus Sinn, frischen Ingwer im Rahmen der Ketose einzusetzen. Ingwer hat eine analgetische, antiemetische und antiphlogistische Wirkung und er ist eine äußerst nützliche Alternative, wenn man nicht gleich zur Chemiekeule greifen und sich dabei etwas Gutes tun möchte. Ingwer verdient somit meiner Meinung nach 5*.

 

 

 

 

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