Zahncreme: Was wirklich drin steckt

Ich bin immer offen für neue Produkte aber vor allem für Alternativen, denn konventionelle Zahncremes und Mundwässerchen verwende ich schon lange nicht mehr, die Gründe dafür liegen glasklar auf der Hand und heute möchte ich mir eine "Alternative" einmal näher anschauen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es ist die Lavera "Basis Sensitiv" Zahncreme classic und anfänglich war ich total begeistert davon, denn auf der Inhaltsstoffangabe war nirgends etwas von Fluoriden zu lesen. So bewirbt der Hersteller seine Zahncreme mit folgender Aussage:

 

"Die Zahncreme mit Xylit und Kieselsäureputzkörpern sorgt beim regelmäßigen Putzen für eine gezielte Entfernung des Zahnbelages und beugt so Karies vor. Die zahnschützende Textur mit Echinacea und dem wertvollen Bienenprodukt Propolis reinigt die Zähne auf sanfte Weise und beruhigt das Zahnfleisch."

 

Doch kommen wir nun zu den Inhaltsstoffen dieser alternativen Zahncreme:

 

- Wasser (Aqua)

- Sorbitol

- Silica (Siliciumoxid/Kieselerde)

- Xylitol

- Kalziumcarbonat

- Meersalz (Maris Sal)

- Cl 77891

- Xanthangummi

- Glycerin

- Disodium Cocoyl Glutamat

- Sodium Cocoyl Glutamat

- Myrtus communis Blattextrakt 

- Echinacea Purpurea Extrakt

- Bienenwachs

- Alkohol

- Aroma, Limonene, Linalool, Eugenol

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf den ersten Blick sieht das chemisch gesehen relativ gut aus. Doch die Medaille hat auch hier zwei Seiten. Hinter dem freundlichen Kürzel Cl 77891 steckt nämlich nichts anderes als Titanoxid und als Lebensmittelzusatzstoff E 171 beispielsweise in Kaugummi und Hustenbonbons zu finden. Wenn die Rede von Cl 77891 ist, dann liegt das Titanoxid in diesem Fall als Pigment vor.

Titanoxid wird ganz offiziell nicht als wassergefährdend eingestuft. Doch seit 2017 fordern französische Behörden, diese Substanz als "wahrscheinlich krebserregend beim Menschen" einzustufen, bei einer inhalativen Aufnahme der Substanz. Ganz ehrlich gesagt ist es mir völlig egal, ob ich das Titanoxid inhalieren oder essen muss, damit es im Organismus eine schädliche Wirkung hat. Ich finde, dass derartige Stoffe überhaupt erst gar nicht eingesetzt werden sollten. Der Einstufungsvorschlag der französischen Behörden wird zum aktuellen Zeitpunkt von der Europäischen Kommission noch geprüft und die Mühlen der Behörden mahlen bekanntlich sehr, sehr langsam.

 

Hier die wissenschaftlich belegbaren Fakten zum Titanoxid:

 

- Titanoxid führt in der menschlichen Lunge zu Immunreaktionen. Diese Immunreaktionen stehen immer wieder im Verdacht, in einem engem Zusammenhang mit der Entstehung von Krebs zu stehen. Eine Unbedenklichkeit diesbezüglich kann zum aktuellen Zeitpunkt nicht ausgesprochen werden.

 

- Bei einem Versuch mit 56 Personen, die selektiv aufgrund von Problemen mit Titan-Implantaten ausgewählt wurden konnte man feststellen, dass 21 Personen davon eine positive Reaktion im sogenannten MELISA-Test zeigten (Lymphozytentransformationstest).

 

- Die University of North Carolina erbrachte denn Beweis, dass Titanoxid-Nanopartikel bei Labormäusen eine toxische Wirkung auf die sogenannten Microglia-Gehirnzellen hat.

 

- Biologen an der Universität Koblenz-Landau experimentierten mit Wasserflöhen und die geringen (und als offiziell unbedenklich geltenden) Titanoxid-Konzentrationen im Wasser führten zu Partikel-Einlagerungen im Chitin-Panzer der Tiere - mit tödlichen Folgen. Auch die nächste Generation Flöhe zeigte deutliche Schädigungen. Diese Ergebnisse stehen eigentlich im Widerspruch zur allgemein geltenden Lehrmeinung.

 

- In einem anderen Experiment erhielten Ratten über einen Zeitraum von 100 Tagen Titanoxid peroral zugeführt. Dabei entsprach die Dosis von 10 mg/kg jener Menge, die täglich durch die Verwendung des Lebensmittelzusatzes E171 zugeführt werden kann. Die Ergebnisse konnten belegen, dass diese Menge bereits Darmentzündungen auslösen kann.

 

- Es gibt auch Untersuchungen zur Zytotoxizität von Titanoxiden und so konnte man feststellen, dass aus Titanoxid bestehende Nanopartikel unter UV-Bestrahlung in der Lage sind, eine Vielzahl organischer Substanzen abzubauen. Diese Eigenschaft birgt ein enormes Schädigungs-Potenzial auf lebende Organismen.

 

Aktuell werden die Auswirkungen von Titanoxid auf den Menschen und seiner Umwelt unter REACH im Rahmen der Stoffbewertung von Frankreich geprüft. Dies wird jedoch keinem einzigen Menschen helfen, der bereits aufgrund von Titanoxid in Lebensmitteln und Kosmetika erkrankt ist. Es lässt sich zum aktuellen Zeitpunkt nur erahnen, welche Konsequenzen der unbedenkliche Einsatz von Titanoxid in den letzten Jahrzehnte mit sich brachte und auch weiterhin bringt.

 

Eine persönliche Alternative für Zahncreme ist zum aktuellen Zeitpunkt für mich entweder selbstgemachte Reinigungscreme aus Kokosöl, Meersalz und Kurkuma oder aber, simple Sole-Zahncreme, die in fast jeder Drogerie erhältlich ist. Wer wissen möchte, wie man Zahncreme auf natürliche Weise selbst herstellen kann, kann diesen Link aufrufen. Ein interessantes Webinar zum Thema kann an dieser Stelle auf Youtube aufgerufen werden.

 

Weblinks:

 

http://www.t-online.de/gesundheit/id_13323650/kieselerde-mediziner-warnen-vor-dem-nahrungsergaenzungsmittel.html

https://www.zeitenschrift.com/artikel/kosmetik-wenn-das-shampoo-krank-macht

 

Einzelnachweise:

 

Eintrag zu Titandioxid. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag

T. Brock, M. Groteklaes, P. Mischke; Lehrbuch der Lacktechnologie; 2. Auflage; Vincentz Network; Hannover; 2000; ISBN 3-87870-569-7; S. 123

U. Hålenius, F. Hatert, M. Pasero, S. J. Mills: IMA Commission on New Minerals, Nomenclature and Classification (CNMNC). Newsletter 35. In: Mineralogical Magazine. Band81, Nr.1, Februar 2017, S.209–213 nrm.se PDF; 79kB;

T. Sekiya und S. Kurita, „Defects in Anatase Titanium Dioxide“, Nano- and Micromaterials-Advances in Materials Research, 2008, Volume 9, S. 121–141, doi:10.1007/978-3-540-74557-0_4

T. C. Long, N. Saleh, R. D. Tilton, G. V. Lowry, B. Veronesi: Titanium dioxide (P25) produces reactive oxygen species in immortalized brain microglia (BV2): implications for nanoparticle neurotoxicity. In: Environmental science & technology. Band 40, Nummer 14, Juli 2006, S. 4346–4352. PMID 16903269

Community rolling action plan (CoRAP) der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA): Titanium dioxide

C. Kasper, J. Z. Bloh, S. Wagner, D. W. Bahnemann, T. Scheper: Untersuchungen zur Zytotoxizität von photokatalytisch aktiven Titandioxid-Nanopartikeln. In: Chemie Ingenieur Technik. 82, 2010, S. 335

Mirco Bundschuh, Frank Seitz, Ricki R. Rosenfeldt, Ralf Schulz, Elena A. Rozhkova: Titanium Dioxide Nanoparticles Increase Sensitivity in the Next Generation of the Water Flea Daphnia magna. In: PLoS ONE. 7, 2012, S. e48956, doi:10.1371/journal.pone.0048956

 

 

 

 

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