Glutamat: Ein unbedenklicher, harmloser Mythos?!

Glutamat: Ein unbedenklicher, harmloser Mythos?!

 

Gerade lese ich auf einem einschlägigen Portal folgende Zeilen: „Nach derzeitigem Wissensstand gilt der Aromageber Glutamat gesundheitlich als unbedenklich. In einzelnen Fällen können empfindliche Menschen allerdings durchaus mit Unwohlsein auf den Stoff reagieren, wenn sie große Mengen davon zu sich genommen haben. Experten empfehlen, sich nicht überwiegend von Fertigprodukten zu ernähren, sondern eher mit frischen Zutaten selbst zu kochen. Denn in fertigen Speisen kommt der Geschmacksverstärker häufig vor. Hersteller müssen den Stoff kennzeichnen, zum Beispiel als "Geschmacksverstärker Mononatriumglutamat" oder "E 621". Manchmal versteckt sich der Geschmacksstoff auch hinter Begriffen wie "Hefeextrakt", "Fleischextrakt" oder "fermentierter Weizen".

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Bundesinstitut für Risikobewertung hat keine Bedenken, Glutamat gelegentlich und in geringer Menge bei der Zubereitung von Speisen zu verwenden. Als Kochsalzersatz oder alleiniges Würzmittel solle der Stoff allerdings nicht dienen. Wer sich im Restaurant unsicher ist, sollte einen genauen Blick in die Speisekarte werfen oder nachfragen. Denn Lokale und Kantinen sind dazu verpflichtet, die Verwendung von Glutamat zu kennzeichnen."

 

[Der vollständige Artikel kann hier aufgerufen werden.]

 

In der Regel schätze ich diese Seite als seriöses Online-Medium und ich bin ehrlich gesagt ein wenig über das, was ich dort lesen kann, irritiert. Hier wird eine absolute Unbedenklichkeit für Glutamate ausgesprochen!

 

Glutamate sind weit verbreitete Zusatzstoffe in unseren Lebensmitteln und man vermutet bereits seit vielen Jahren, dass diese Substanzen, deren Ursprung das Chemielabor ist, eine schädigende Wirkung in vielerlei Hinsicht, auf unseren Organismus haben. Es gibt Mediziner, die sogar behaupten, dass Glutamat den größten negativen Einfluss schlecht hin auf unsere Gesundheit hat.

 

Wikipedia sagt über Glutamate:

 

"Als Glutamate werden die Ester und Salze der Glutaminsäure bezeichnet. Bekannt sind vor allem Salze der L-Glutaminsäure durch ihren Einsatz als Geschmacksverstärker in Lebensmitteln. Das einfache Natriumsalz wird Mononatriumglutamat (E 621) genannt und ist das am meisten verwendete. Ebenfalls zugelassen sind Monokaliumglutamat (E 622), Calciumdiglutamat (E 623), Monoammoniumglutamat (E 624), Magnesiumdiglutamat (E 625).[1] Glutamate sind als Zusatzstoffe durch die Zusatzstoffzulassungsverordnung für die meisten Lebensmittel bis zu einer Höchstmenge von 10 g/kg (berechnet als Glutaminsäure) zugelassen.

 

Glutaminsäure wurde erstmals 1866 vom deutschen Chemiker Heinrich Ritthausen aus Weizengluten isoliert.[3] 1908 entdeckte der japanische Forscher Kikunae Ikeda dessen Bedeutung für die Geschmacksqualität. Er untersuchte die Ursache für den besonderen Wohlgeschmack von Käse, Fleisch und Tomaten, der aber nicht durch die vier bekannten Geschmacksrichtungen süß, sauer, salzig und bitter abgedeckt wird. Dabei konnte er aus dem in Japan in der Küche verwendeten Seetang Kombu Glutamat extrahieren und nachweisen, dass Glutamat für den speziellen Umami-Geschmack verantwortlich ist. Zusammen mit dem Industriellen Saburôsuke Suzuki gründete er zur Vermarktung seiner Entdeckung später das Unternehmen Ajinomoto. Heute wird Mononatriumglutamat vor allem in Südost-Asien biotechnologisch (Fermentation) mit Hilfe des Bakteriums Corynebacterium glutamicum hergestellt (1,7 Mio. Tonnen pro Jahr)."

 

Natürliches Glutamat finden wir in sehr vielen Lebensmitteln, so findet man diesen Stoff unter anderem in Tomaten, bestimmten Käsesorten, aber auch in Fleisch. Glutamat, wie es in Convenience-Produkten verwendet wird, ist eine Erfindung aus dem Chemielabor und „Lebensmitteldesigner“ haben dieser auf Glutamat basierenden „neuen“ Geschmacksrichtung sogar einen eigenen Namen gegeben: „umami“.

 

Natürliches Glutamat kommt selbstverständlich auch in unserem Körper vor, es wird synthetisiert und als Botenstoff spielt es für ganz bestimmte physiologische Abläufe im Gehirn eine tragende Rolle. Dieser Umstand lässt vermuten, dass Glutamate bei der Entstehung von Alzheimer aber auch von Parkinson, eine Rolle spielen. Bisher ist der ganze Glutamat-Mechanismus nur zum Teil erforscht. Es wurde in der Vergangenheit auch vermutet, dass Glutamat als Lebensmittelzusatz den Appetit anregt, man dadurch mehr isst und somit auch aufgrund dessen, schneller und mehr zunimmt.

 

Prof. Dr. Dr. h.c. Konrad Beyreuther, Gründungsdirektor des Netzwerkes Alternsforschung NAR  bezieht eindeutig Stellung und seine Arbeiten auf diesem Gebiet lassen nichts Gutes erahnen.

 

In Tierversuchen fand man heraus (basierend auf John Olneys Forschungen), dass Mäuse und Ratten, denen mehrere Tage lang Glutamat-Injektionen verabreicht wurden, Übergewicht entwickelten und im weiteren Verlauf sowohl an Diabetes mellitus, als auch an Herzerkrankungen erkrankten. Glutamate verursachen Übergewicht, Adipositas, Diabetes mellitus und sie führen zu Erkrankungen des Herzens.

 

Prof. Dr. Dr. h.c. Konrad Beyreuther ist weiterhin der Besorgnis erregenden Meinung, dass Glutamate all jene Erkrankungen des Gehirns beschleunigen und fördern, bei denen es zu degenerativen und terminalen Prozessen im Gehirn kommt. Er ist überzeugt davon, dass diese Glutamate wie Nervenzellgifte wirken. Zu diesen neurologischen Erkrankungen gehören demnach Parkinson, Multiple Sklerose und Alzheimer.

 

Weitere Forschungsarbeiten lassen vermuten, dass:

 

… Glutamate auch für ganz bestimmte Schädigungen der Augen verantwortlich sind (Dr. Hiroshi Ohguro, Hirosaki Universität, Japan)

 

… Glutamate das Ernährungsverhalten beeinflussen und man dadurch wesentlich mehr Nahrung aufnimmt (France Bellisle, Centre National de la Recherche Scientifique)

 

… Glutamate eine große Gefahr für Ungeborene darstellen (Prof. Dr. Michael Hermanussen, Lehrkörper der Christian-Albrecht-Universität, Kiel), das Geburtsgewicht des Nachwuchses sinken lassen und zu Wachstumsstörungen führen.

 

… Glutamate zum Absterben bestimmter Nervenzellen im Gehirn führen (John Olney, US-Neurologe und Psychopathologe, 1931-2015)

 

… Glutamat sei einer der Gründe, für den rasanten Anstieg an übergewichtigen Menschen, da jene Nervenzellen durch das Glutamat geschädigt werden, die den Appetit und somit die Nahrungsaufnahme regulieren (Prof. Hermanussen)

 

… Glutamat zu ständigem Hungergefühl führe (Prof. Hermanussen)

 

… Glutamat in der Nahrung die Netzhaut schädigt und so zu einer ganz bestimmten Glaukom-Form führt (Dr. Hiroshi Ohguro, Universität Hirosaki, Japan). Mittlerweile berufen sich auch deutsche Augenärzte genau darauf (http://www.der-berliner-augenarzt.de/index.php?kapitel=Augenerkrankungen&seite=Glutamat und Auge).

 

Gerne wird das Argument herangezogen, dass Glutamat ja überhaupt nicht schädlich und das schlechte Image völlig unbegründet sei, denn schließlich kommt Glutamat in ganz vielen Lebensmitteln natürlich vor. Ich glaube, dass genau dieser Umstand der springende Punkt ist und wenn natürliches Glutamat für unseren Organismus keine negativen Folgen für die Gesundheit hat, weil der Körper gut damit zurechtkommt, dann bedeutet dies noch lange nicht, dass das Gleiche für Glutamate aus dem Chemielabor gilt. Nicht ohne Grund gibt es immer mehr Menschen, die scheinbar eine Glutamat-Unverträglichkeit entwickeln und am sogenannten „China-Restaurant-Syndrom“ leiden.

 

Es entsteht der Verdacht, dass Lebensmittelkonzerne ohne künstliches Glutamat aus dem Chemie-Labor ihren Convinience-Fraß nicht so erfolgreich absetzen können, weil einige Menschen durch das Fehlen dieser Substanz erst erkennen und begreifen, wie künstlich und schlecht diese Produkte eigentlich schmecken. Warum kommen diese Produkte denn nicht ohne Glutamate aus? Haben sie sich einmal diese Frage gestellt? Es wäre doch wirtschaftlicher für jedes Unternehmen, wenn Zutaten eingespart werden könnten, oder etwa nicht?

 

Glutamate hin oder her, für mich persönlich gilt das Gleiche, wie für die anderen chemischen Substanzen: Ich finde, sie haben absolut nichts in unseren Lebensmitteln zu suchen. Eine Unbedenklichkeit für Glutamat aus dem Chemielabor kann zum aktuellen Zeitpunkt nicht bescheinigt werden und es liegt die Vermutung nahe, dass diese Substanzen lediglich einer Sache dienen, nämlich den Konzernen, die diese Substanzen ihren Lebensmitteln zusetzen. Solange nicht eindeutig nachgewiesen werden kann, dass diese Substanzen keinerlei negative Auswirkungen auf unsere Gesundheit haben, sollten wir diese Lebensmittel mit großer Vorsicht genießen, - oder, gar gänzlich meiden. Ich tue dies bereits seit Jahren und ich würde ein solches Lebensmittel nicht einmal mit der Kneifzange anfassen, geschweige denn essen oder es meinen Liebsten anbieten… Glutamat ist weder Mythos, noch harmlos und schon gar nicht unbedenklich!

 

Weblinks:

 

http://www.der-berliner-augenarzt.de/index.php?kapitel=Augenerkrankungen&seite=Glutamat und Auge

http://www.michael-hermanussen.de/

http://www.taz.de/!794138/

https://www.nar.uni-heidelberg.de/service/int_beyreuther2.html

https://www.ugb.de/lebensmittel-im-test/glutamat-nebenwirkungen/

https://www.zentrum-der-gesundheit.de/glutamat.html

 

 

 

 

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