Einige interessante Fakten zur Bauchspeicheldrüse (Pankreas)

Einige interessante Fakten zur Bauchspeicheldrüse (Pankreas)

 

Gerade einmal etwa 100 Gramm im besten Fall wiegt die Bauchspeicheldrüse (Pankreas) bei einem erwachsenen Menschen und doch ist dieses Organ von zentraler Bedeutung für den gesamten Organismus. Die Bauchspeicheldrüse wird rein anatomisch ganz klar dem Gastro-Intestinal-Trakt (Verdauungssystem) zugeordnet, topografisch zwischen Duodenum (Zwölffingerdarm), Gaster (Magen) und Splen (Milz) gelegen, reguliert die Drüse durch die Produktion von Hormonen den gesamten Blutzucker-Haushalt. Für den Ketarier ist die physiologische Pankreas-Funktion ebenso von zentraler Bedeutung, den sie entscheidet durch die Ausschüttung von Insulin im Körper, in welchem Stoffwechsel-Modus man sich befindet. Auch bei der Entstehung von Diabetes mellitus ist die Bauchspeicheldrüse von großer Bedeutung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Quelle: Blausen.com staff. "Blausen gallery 2014". Wikiversity Journal of Medicine. DOI:10.15347/wjm/2014.010. ISSN 20018762.

 

Eine weitere Aufgabe ist die Produktion von Verdauungssäften, ohne diese Substanzen könnten wir unsere Nahrungsmittel, die wir tagtäglich zu uns nehmen, überhaupt nicht in ihre biochemischen Bestandteile aufspalten. Die Bauchspeicheldrüse ist ein äußerst empfindliches Organ und im Rahmen der ketogenen Ernährung ist ihre einwandfrei Funktion von aller größter Bedeutung.

 

Hier nun einige interessante Fakten zur Bauchspeicheldrüse (Pankreas):

 

1. Multiples Funktions-Organ

Wer bisher dachte, die BSD sei lediglich für die Insulin-Produktion verantwortlich und sie täte sonst nichts anderes, der irrt sich gewaltig. Die menschliche Bauchspeicheldrüse ist ein Hochleistungs-Organ und pro Tag produziert sie bis zu zwei Liter Verdauungssaft. Dieser Verdauungssaft besteht aus ganz bestimmten Verdauungsenzymen und hormonellen Substanzen.

Die Bauchspeicheldrüse wird grob in drei Abschnitte unterteilt:

  • Caput pancreatis: Der Pankreaskopf ist der dickste Teil der Bauchspeicheldrüse, er liegt rechts von der Wirbelsäule im Duodenalbogen. Er besitzt einen hakenförmigen Fortsatz (Processus uncinatus), der die Arteria mesenterica superior umgreift. Sie tritt an dieser Stelle (Incisura pancreatis) von dorsal auf die Vorderseite des Pankreas.

  • Corpus pancreatis: Der längliche, horizontal verlaufende Körper der Bauchspeicheldrüse liegt in etwa auf Höhe von LWK I-II. Seine hintere Seite ist mit der dorsalen Bauchwand verwachsen, jedoch ist die ventrale Seite von Peritoneum überzogen und bildet somit die dorsale Wand der Bursa omentalis. Als Tuber omentale wird der vor der Aorta abdominalis liegende Teil des Corpus genannt, der sich in die Bursa omentalis vorwölbt.

  • Cauda pancreatis: Der Pankreasschwanz verjüngt sich, während er leicht nach kranial-links bis zur Milz reicht. Er besitzt intraperitoneale Anteile, die sich im Ligamentum splenorenale befinden.

 

 

2. Topografische Lage und Größe

Das Pankreas ist ein ca. 14-18 cm langes und 70-100 g schweres, keilförmig gebautes Organ, das in unregelmäßige Läppchen unterteilt ist. Es liegt sekundär retroperitoneal zwischen Magen und den großen Bauchgefäßen (Aorta und Vena cava inferior) auf Höhe des 2. Lendenwirbels und steht in enger Beziehung zum Zwölffingerdarm, der den Pankreaskopf umfasst.

 

3. Nomenklatur

Der Name „Pankreas“ für Bauchspeicheldrüse wird aus dem Griechischen abgeleitet und „pan“ bedeutet dabei „alles“ und „kreas“ steht für „Fleisch“. Interessant ist die Tatsache, dass bereits der griechische Arzt Hippokrates von Kos diese Bezeichnung für das Organ verwendete. Die deutsche Bezeichnung „Bauchspeicheldrüse“ ist auf den deutschen Mediziner Samuel Thomas Soemmering zurückzuführen, er prägt deie Begrifflichkeit im Jahre 1796.

 

4. Langerhanssche Inseln

Den wohl berühmtesten Anteil der BSD bilden die sogenannten „Langerhanssche Inseln“. Es war der deutsche Pathologe Paul Langerhans, der im Jahre 1869 entdeckte, dass das Gewebe in der Drüse vorhanden ist und Hormone produziert.

 

 

5. Pathologische Veränderungen

Wenn sich die BSD pathologisch verändert, dann sind die Symptome die sich daraus ergeben oftmals schwerwiegend und mannigfaltiger Natur: Appetitmangel, Depression, Schwäche, Unwohlsein, Durchfälle, Fettstühle, Gewichtsverlust, starke bis stärkste Schmerzen im Oberbauch, die aber auch in den Rücken ausstrahlen können und nur sehr schwer behandelt werden können, bis hin zum Ikterus (Gelbsucht) und zu Entgleisungen des Blutzuckerspiegels.

 

 

6. Exokrine und endokrine Funktion

Die BSD hat sowohl eine exokrine, als auch eine endokrine Funktion. Die endokrine Funktion umschreibt die Abgabe der BSD-Hormone Insulin und Glukagon in den Blutkreislauf. Die exokrine Funktion umschreibt die Sekretion und Abgabe der Verdauungssäfte mitsamt seinen Verdauungsenzymen in den Darm. Ohne diese Enzyme, wären wir nicht in der Lage, Proteine, Fette und Kohlenhydrate zu spalten und wir würden verhungern. Besonders häufig lässt sich bei Erkrankungen der BSD beobachten, dass Betroffene im schlimmsten Fall bis auf die Knochen abgemagert sind, und trotz Nahrungsaufnahme sozusagen an der langen Hand verhungern.

 

Aufgrund seiner Funktion als Verdauungsdrüse besitzt das Pankreas einen Ausführungsgang, den Ductus pancreaticus (Ductus Wirsungianus), der gemeinsam mit dem von Leber und Gallenblase kommenden Hauptgallengang (Ductus choledochus) oder nahe diesem in einer warzenförmigen Erhebung - der sog. Papilla duodeni major - in den Zwölffingerdarm mündet. Dieser Ausführungsgang ist ca 2mm weit und nimmt die aus den Pankreasläppchen führenden kurzen, senkrechten Zuflüsse auf. Mitunter ist auch ein weiterer Pankreasgang vorhanden, der Ductus pancreaticus accessorius, welcher auf der Papilla duodeni minor mündet.

 

7. So kann man die Bauchspeicheldrüse schützen

Die wohl größten Feinde der Bauchspeicheldrüsen sind ein ungesunder, kohlenhydratlastiger Lebensstil, starker Nikotinabusus, ein hoher Konsum an Genussmittel wie Alkohol und eine fettreiche Ernährung in Kombination mit Kohlenhydraten.

 

8. BSD-Krebs

In Deutschland erkranken jedes Jahr bis zu 10 000 Menschen in Deutschland an BSD-Karzinom. Anteilsmäßig macht dies rund sechs Prozent aller Krebserkrankungen aus. BSD-Krebs ist deshalb so unberechenbar, weil nicht selten ein fulminanter Krankheitsverlauf vorliegt. Statistisch gesehen ist diese Karzinom-Art relativ selten und doch überleben nahezu 95% der betroffenen Menschen keine fünf Jahre nach Diagnosestellung. Eine späte Diagnose erschwert den Therapieerfolg enorm. In frühen Stadien kein ein BSD-Karzinom lediglich durch eine sogenannte ERCP (endoskopisch retrograde Cholangiopankreatikoskopie) festgestellt werden.

 

 

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