Wie die ketogene Ernährung die psychische und physische Vulnerabilität (Verwundbarkeit) beeinflussen kann

Wie die ketogene Ernährung die Vulnerabilität (Verwundbarkeit) beeinflussen kann

 

Um zu verstehen, was ich in diesem Artikel vermitteln möchte, muss ich zuerst die Begrifflichkeit „Vulnerabilität“ etwas näher erläutern. Der Begriff „Vulnerabilität“ stammt ursprünglich aus der lateinischen Sprache und „vulneare“ bedeutet dabei soviel wie „verwunden“. Unter dem Begriff „vulnus“ versteht man nichts anderes als „Wunde“. Und Vulnerabilität umschreibt also die Verwundbarkeit oder die Verletzbarkeit eines Individuums. Dabei bedienen sich vielerlei Fachrichtungen dieser Begrifflichkeit, so zum Beispiel die Soziologie, die Theologie oder unter anderem die Ökonomie und Geographie. Die Vulnerabilität die ich jedoch meine, bezieht sich auf die Fachrichtungen Medizin und Psychologie.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aus medizinischer Sicht ist die Vulnerabilität u.a. von folgenden Faktoren abhängig:

 

→ genetische Faktoren

 

→ psychosoziale Faktoren

 

→ expositionelle Faktoren (Schadstoffe, Nikotinabusus, Alkoholabusus etc.)

 

Als wahrgenommene Vulnerabilität versteht man den subjektiven Glauben eines Individuums hinsichtlich der Wahrscheinlichkeit, mit der er von einer (pathologischen)Gesundheitsstörung betroffen sein wird.

 

In der Psychologie bezeichnet die Vulnerabilität das Gegenteil der Resilienz. Als Resilienz bezeichnet man die psychische Widerstandsfähigkeit.

 

Vulnerabilität aus der Sicht der Medizin

 

In der Humanmedizin umschreibt die Vulnerabilität die Anfälligkeit, an einer bestimmten Erkrankung zu erkranken, so zum Beispiel, bei einer Reihe von psychischen Erkrankungen wie etwa die Schizophrenie. Es gibt aber eine ganze Reihe von pathologischen Vorgängen, die mehr oder weniger an diese Vulnerabilität gebunden sind, so etwa Autoimmunprozesse, allergische Erkrankungen wie die Atopie (Neurodermitis), aber auch maligne Erkrankungen, wie etwa Tumorleiden. All diese Erkrankungen erfordern in gewisser Weise, dass eine erhöhte Vulnerabilität vorliegt. Übersetzt bedeutet dies, dass diese Erkrankungen einer erhöhten Verwundbarkeit und Verletzlichkeit bedürfen, um überhaupt aktiv werden zu können. Die Vulnerabilität wirkt also sozusagen als Trigger, als fördernder Faktor, neben allen anderen Faktoren, die bei der Entstehung ebenfalls eine bedeutende Rolle spielen, wie etwa eine genetische Prädisposition und die Heredität (Vererbbarkeit).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und was hat das alles nun mit einer ketogenen Ernährungsweise und der therapeutsichen Ketose zu tun?

 

Nun, während sich der Organismus in der therapeutsichen Ketose befindet und sich dank der physiologischen, also natürlichen und von Mutter Natur gewollten „Ketogenese“ befindet, liegt für den Organismus und somit für das Individuum in Ketose eine „veränderte Vulnerabilität“ vor. Die Verwundbarkeit des Individuums in therapeutsicher Ketose ist nach unten hin verändert, sprich reduziert - d.h., die Vulnerabilität ist anders als im Kohlenhydrat-Modus signifikant herabgesetzt und somit ist man deutlich schwerer  "verletzbar". Wie ich darauf komme? Nun, an dieser Stelle befinden wir uns dann beim Pro der ketogenen Ernährung, jawohl, beim PRO und nicht beim CONTRA, auch wenn ich durchaus (als objektiver Mensch) etliche Kontraindikationen aufzählen könnte, die definitiv gegen eine (dauerhafte) ketogene Ernährungsweise sprechen.

 

Die "signifikant reduzierte Vulnerabilität" wird dabei u.a. durch folgende Faktoren beeinflusst:

 

→ Als ehemaliger Raucher weiß ich durchaus, dass es verdammt schwer sein kann, mit dem Rauchen aufzuhören. Doch kann ich jedem der sich dieser Last entledigen möchte, empfehlen, sich in der therapeutischen Ketose vom Rauchen zu trennen. Zu keinem anderen Zeitpunkt fällt es  einem leichter, sich vom Nikotin zu entwöhnen, als in der Ketose. Natürliche nicht gleich am Anfang als Anfänger und wohl möglich noch während der sogenannten Lowcarbflu. Nein, natürlich nicht, aber eine Raucherentwöhnung nach der Adaptionsphase kann ich aus persönlicher Erfahrung jedem nur empfehlen.

 

→ Die ketogene Ernährung wirkt sich äußerst positiv auf die Depression aus, selbst dann, wenn sie schon in einem fortgeschrittenen Stadium ist und unter Umständen nicht auf die Pharmakotherapie anspricht. Ein Grund dafür ist auch die herabgesetzte Vulnerabilität, bedingt durch die therapeutische Ketose (psychologische Vulnerabilität).

 

→ Aber auch die physische Vulnerabilität ist durch eine therapeutische Ketose deutlich herabgesetzt, denn die Ketose stärkt unser gesamtes Immunsystem. Die Ketose sorgt dafür, dass Betroffene weniger häufig an Migräne leiden. Die therapeutische Ketose sorgt dafür, dass im gesamten Organismus entzündliche Prozesse stark eingeschränkt und gedämpft werden. Die therapeutische Ketose sorgt dafür, dass bei Menschen, die immer wieder an Herpes labialis (Lippenherpes) leiden, das Herpes-Virus weniger oft aktiv wird, als bei Menschen im Kohlenhydrat-Stoffwechsel. Wir wissen, dass Menschen in der Ketose deutlich geringerem oxidativem Stress ausgesetzt sind. Eine Verminderung des oxidativen Stresses bedeutet ein Plus für Wohlbefinden, Wohlergehen und für den gesamten Allgemeinzustand.

 

→ Die Vulnerabilität lässt sich neben den anderen Faktoren (soziales Umfeld, Grunderkrankungen, psychische Konstitution etc.) ganz entscheidend durch eine ketogene Ernährungsweise beeinflussen und wer dies verstanden hat, ist in der Lage, die therapeutische Ketose ganz gezielt einsetzen zu können und zu Zeiten erhöhter Labilität (Beruf, Privatleben, Erkrankungen etc.) seine eigene Vulnerabilität gezielt und vor allem ganz bewusst, herabzusetzen und somit wesentlich widerstandsfähiger zu sein in einer Welt, die Tag für Tag 150% von uns verlangt.

 

 

Abschließend lässt sich also zusammenfassend sagen:

 

Die therapeutische Ketose sorgt durch viele Mechanismen dafür, dass die Resilienz, also die physische und psychische Widerstandsfähigkeit äquivalent mit einer Verminderung der Vulnerabilität einhergeht und zu einem großen Vorteil für das Individuum wird.

 

In meinem zweiten Buch "Ketoga" (erscheint im Juli 2018) habe ich mich ausführlich mit diesem Thema auseinandergesetzt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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