Was haben Mantras ॐ mit der kosmischen Hintergrundstrahlung zu tun?

October 26, 2018

Was sind Mantras [Sanskrit: मन्त्र]?

 

Der Begriff „Mantra“ stammt aus dem Sanskrit und bedeutet in unsere Sprache übersetzt soviel wie Hymne, Spruch oder Lied. Traditionell gilt ein Mantra als etwas Sakrales – dabei handelt es sich um heilige Silben, Verse oder Wörter. Mantras werden sozusagen traditionell als mächtige „Klangkörper“ einer spirituellen Realität gesehen. Mantras sollen sich in unserer Gegenwart manifestieren können, indem sie rezitiert werden. Sie werden immer wieder wiederholt und dabei können Mantras entweder gesprochen, geflüstert, gesungen oder eben für sich in Gedanken rezitiert werden.

 

Geschriebene Mantras werden dabei als Likhita-Japa bezeichnet und das Rezitieren von heiligen Silben und Versen ist fester Bestandteil im Hinduismus, dem Buddhismus und dem Yoga. Mantras können auch als eine Art Affirmation gesehen werden, sie sind in der fernöstlichen Tradition eben das, was wir in unserer westlichen Welt als Ruhe- oder Jesusgebet bezeichnen. Wenn man so möchte, dann ist unser „Vater unser“ ein westliches Mantra. Das Sanskritwort „Mantra“ wird auch gerne als „Mantram“ bezeichnet - beides hat die gleiche Bedeutung.

 

Abbildungen: Mantras in Stein gemeißelt und auf traditionellen Gebetsmühlen

 

Im Hinduismus soll das Rezitieren von Mantras mentale und spirituelle Kräfte freisetzen. Mantras sind fester Bestandteil des hinduistischen Gottesdienstes, der Puja. Die Opferformeln und Gebete der sogenannten Veden zählen wohl zu den ältesten Mantras überhaupt. Die Veden sind eine „heilige Lehre“, die zunächst mündlich überliefert wurde und erst später in schriftlicher Form im Hinduismus festgehalten wurde. Der Hinduismus unterscheidet dabei drei Arten von Mantras:

 

- Saguna

- Nirguna

- Bija

 

Zu den geläufigsten Mantras zählen das Gayatri Mantra und das Mahamrityunjaya Mantra [Gayatri Sanskrit. f., गायत्री, gāyatrī, die weibliche Form von gāyatra (Hymnus), bezeichnet im Hinduismus die bedeutendste vedische Hymne, das Gayatri-Mantra. Ebenso ist Gayatri das Versmaß, in dem das Mantra geschrieben wurde. Es wendet sich auch an Savitri (m., savitṛ), den Aspekt der Sonne, weshalb man dieses Mantra auch Savitri (f., sāvitrī) nennt. Gemeint ist dabei nicht die physische Sonne an unserem Firmament, sondern die Sonne der Wahrheit am spirituellen Firmament].

 

Abbildungen: Mantras sind noch heute in Tibet weit verbreitet

 

Im Buddhismus sind Mantras sogar so bedeutsam, dass man diese überlieferte Tradition als Mantrayana bezeichnet. In der Regel sind alle Mantras in Tibet in Sanskrit überliefert, häufig auf kleinen, kunstvoll gestalteten Holztäfelchen. Es gibt aber auch durchaus Mantras, die in der tibetischen Sprache gehalten werden.

 

Was haben Mantras mit der kosmischen Hintergrundstrahlung zu tun?

 

Das wichtigste hinduistische Mantra überhaupt ist das berühmte Aum [Om Sanskrit: ॐ ]. Das Aum gilt dabei bei Hindus, Jainas und Buddhisten gleichermaßen als heilig und unantastbar. Dabei steht der Klang des Aums für eine Art Urklang, aus dessen Schwingungen sich nach hinduistischem Verständnis das gesamte Universum entwickelte. Ein sehr interessanter Aspekt, der mir bereits bei meinen Recherchen für „Ketoga“ ins Auge gefallen ist. Sie werden sich nun fragen, warum?

 

Abbildung: Das wohl bekannteste Mantra überhaupt ist das sogenannte "Aum"

 

Nun, wir wissen heute, dass das gesamte Universum Schwingung ist. Vom kleinsten Teilchen auf quantenphysikalischer Ebene bis hin zur größten Ansammlung von Galaxien – alles schwingt und bewegt sich. Bewegung bedeutet Leben. Es ist noch gar nicht allzu lange her [zumindest im kosmischen Vergleich], als Astronomen erstmalig die kosmische Hintergrundstrahlung entdeckt haben. Die korrekte Bezeichnung dafür lautet kosmische Mikrowellenstrahlung und bereits 1933 wurde diese von dem Astronomen Erich Regener vorhergesagt.

 

Diese Strahlung aus dem intergalaktischen Raum gilt heute als fester Beweis für den Urknall. Astronomen sind dabei davon überzeugt, dass sie aus der Zeit um etwa 380.000 Jahren nach dem Urknall stammt. Interessant – und ich frage mich, ob mit dem universellen „Aum“ vielleicht das Gleiche, nämlich die kosmische Hintergrundstrahlung gemeint ist?! Wir werden diese Frage wohl niemals vollständig klären können, allerdings wirft eine derartige Vermutung weitere Fragen auf. Wie um Himmels Willen, kamen die hinduistischen und buddhistischen Mönche bereits vor tausenden von Jahren zu solch einem Wissen? Raum für Spekulationen…

 

 

 

 

 

 

Share on Facebook
Share on Twitter
Please reload

Newsletter abonnieren und keinen Beitrag mehr verpassen.

join us

 for the 

PARTY

Recipe Exchange @ 9pm!

KETOGA
Ketogene Ernährung und Yoga
  • Black Facebook Icon
  • Black Twitter Icon
  • Black Pinterest Icon
  • Black Instagram Icon
Das Handbuch der ketogenen Ernährung
Im Handel und
als eBook erhältlich!

aperiamus.com | keto-gen.de |