Die Platonischen Körper und Metatrons Würfel

Die Ordnung der Schöpfung: Die Platonischen Körper und Metatrons Würfel

 

 

Als Platonische Körper [auch als reguläre Körper bezeichnet, lat. corpora regularia] bezeichnet man konvexe Polyeder, die die Eigenschaft aufweisen, eine größtmögliche Symmetrie vorzuweisen. Sie wurden nach dem griechischen Philosophen Platon [428 – 348 v. Chr.] benannt und jeder dieser Körper wird von mehreren, kongruenten eben- und regelmäßigen Vielecken begrenzt.

 

Es gibt fünf unterschiedliche Platonische Körper:

 

Tetraeder

 

Hexaeder

 

Oktaeder

 

Dodekaeder

 

Ikosaeder

 

 

Entsprechend des platonischen Weltbildes wurden den einzelnen Körper die bekannten Elemente wie folgt zugeordnet:

 

Feuer – Tetraeder

Erde – Hexaeder

Luft – Oktaeder

Wasser – Ikosaeder

Geist – Dodekaeder

 

 

Die meisten Menschen glauben, dass es Platon die Platonischen Körper entdeckt hatte. Dies ist aber so nicht ganz richtig, er war wohl einer der ersten Gelehrten, der sich in dieser Weise ausführlich mit den wundersamen Körpern beschäftigt hatte. Doch gibt es archäologische Funde, die weit vor Platon zurückdatiert werden konnten. So wurden beispielsweise in Schottland Steinkugeln gefunden, auf denen man Gravuren fand, die den Platonischen Körpern entsprachen. Viele dieser Steine konnten mehr als 4000 Jahre zurückdatiert werden, also lange vor Platon, ein entscheidendes Detail.

 

Abbildung: Platon [© Marie-Lan Nguyen / Wikimedia Commons]

 

Und wenn man es genau nimmt, dann muss man auch den antiken Ägyptern zugestehen, dass ihnen die Platonischen Körper bereits lange vor Platon bekannt waren, denn schließlich sind die berühmten großen Pyramiden von Gizeh nichts anderes als halbierte Oktaeder.

 

Bevor Platon sich eingehend mit diesen Körpern auseinandergesetzt hatte, waren diese besonderen geometrischen Körper Überlieferungen zufolge als „Pythagoräische Körper“ der Welt der Gelehrten nicht unbekannt. Platon war jedoch derjenige, der offenbar fast schon magisch von diesen Objekten angezogen wurde und daraus entstand dann auch seine ganz eigene Philosophie, die als Resultat hervorbrachte, dass er ihnen die vier bekannten Elemente zuordnete und als fünftes Element, die geheimnisvolle „Quinta Essentia“. Die Quintessenz war ursprünglich der lateinische Ausdruck für das fünfte Element, das Aristoteles angenommen und als Äther bezeichnet hatte. Eine sehr interessante Betrachtungsweise und Philosophie für die Zeit der Antike, wie ich finde…

 

Die Platonischen Körper in der Natur

 

Interessanterweise kommen die Platonischen Körper in unserer Natur sehr häufig vor und sie sind offensichtlich Bestandteil der Ordnung innerhalb der Schöpfung. So finden wir zum Beispiel Cuprit-Vorkommen [Rotkupfererz, CuO] als Würfel, Oktaeder und Rhombendodekaeder wieder. Fluorit [Flussspat, CaF2] kommt in der Natur als Oktaeder vor, Galenit [Bleiglanz, PbS] als Würfel und Koboktaeder, Magnetiten [Magneteisen FeFe2O4] als oktaedrische Kristalle und Pyrit als fast perfekte Oktaeder. Selbst zu Hause lassen sich beim Züchten von Kristallen Platonische Körper kreieren. Das Ikosaeder ist eine Strukturform, wie sie dank Wissenschaft bei Clustern [kleine Nanoteilchen also] beobachtet werden kann. Grundsätzlich können Mineralien mehrere kubische Formen annehmen, so kommt Pyrit in der Natur sowohl als Würfel, als auch in Form eines Oktaeders oder Dodekaeders vor. Dodekaedrische und ikosaedrische Symmetrie-Elemente kann bei sogenannten Quasikristallen gefunden werden.

 

 

- Die Anordnung von Wasserstoffatomen wie etwa im sp³-hybridisierten Methan-Hybridorbital entspricht einem Tetraeder.

 

- Einige der Platonischen Körper werden von Kohlenwasserstoffmolekülen gebildet und dann als Platonische Kohlenwasserstoffe bezeichnet.

 

- Eines der wohl schönsten Umsetzungen der platonischen Körper innerhalb unserer Schöpfung lässt sich wohl anhand des Adenovirus demonstrieren. Ähnlich verhält es sich mit dem sogenannten Papova-Virus.

 

Abbildungen: Adenovirus | 3-D-Schematic by Thomas Splettstoesser (www.scistyle.com) [CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)]

 

 

Diamanten können so kristallisieren, dass sie der Form eines perfekten Oktaeders entsprechen.

 

Polare Beziehung [Dualität]

 

Alle Platonischen Körper kann man so ineinanderschieben, dass sie am Ende immer harmonisch und fast schon so wirken, als müsse es genau so sein. Sie sind auch deshalb so faszinierend, da man beim Verbinden der benachbarten Seitenmitten eines Platonischen Körpers einen inneren Körper erhält, der wiederum selbst ein Platonischer Körper ist. Diese besondere Beziehung zwischen zwei Platonischen Körpern bezeichnet man als Dualität. Als einzige Ausnahme sei hier der Tetraeder genannt, da dieser nur zu sich selbst dual ist.

 

Abbildungen: Dualität der platonischen Körper | Quelle: www.chemie-schule.de

 

Alle Platonische Körper weisen dabei die folgenden Eigenschaften auf:

  • Ihre Oberfläche besteht stets aus Flächen und es handelt sich dabei um Polyeder.

  • Alle Ecken dieser Körper haben dabei stets den gleichen Abstand zum Mittelpunkt des Platonischen Körpers.

  • Die Kanten weisen stets die gleichen Längen auf.

  • Sie sind stets konvex.

  • Alle Flächen sind untereinander kongruent und dadurch ist es möglich, sie durch Drehung und Verschiebung ineinander zu überführen.

  • Es existiert stets eine Inkugel, eine Kantenkugel und eine Umkugel.

  • Alle Ecken haben dabei die gleichen Flächen- und Kantenwinkel und sie sind zeitgleich gleichseitig und gleichwinklig.

All diese Merkmale und Eigenschaften existieren in ihrer Gesamtheit ausschließlich in den fünf platonischen Körpern, dies kann mit dem sogenannten Eulerschen Polyedersatz auch  mathematisch bewiesen werden. Die geometrischen Voraussetzungen der platonischen Körper sind beeindruckend und auf den Betrachter wirken diese Körper vollkommen, denn den Körpern haftet kein Makel an, sie stellen ein in sich perfekt geschlossenes System dar und die Körper sind wohl der beste Beweis dafür, dass Kunst nichts anderes als ein Abbild der Natur ist.

 

Übertroffen werden die fünf platonischen Körper in ihrer Vollkommenheit lediglich noch durch den Würfel des Metatrons.

 

Viele von uns kennen diese Körper noch aus der Schulzeit und ihre Geometrie ist vollkommen. Ein besonderes Merkmal ist dabei, dass sie sich alle aus der Blume des Lebens ableiten lassen. Die ersten drei Kreise der Blume des Lebens sind bei genauerer Betrachtung so zum Beispiel die Grundlage für den ersten Platonischen Körper, dem Tetraeder.

 

Gibt es wirklich nur fünf Körper?

 

Die Frage, ob tatsächlich lediglich fünf dieser Körper existieren, war in der Vergangenheit immer wieder Anlass zu philosophischen Spekulationen gewesen. Die besondere Geometrie und Schönheit der platonischen Körper mit ihren faszinierenden Symmetrie-Eigenschaften haben selbst das Genie Kepler veranlasst, sich mit diesen Körpern zu beschäftigen. Kepler war davon überzeugt, dass die Planetenbahnen mittels der platonischen Körper beschrieben werden konnten. Er war felsenfest von seiner Theorie überzeugt und zu jener Zeit waren insgesamt lediglich sechs Planeten bekannt. Zwar gelang es ihm, durch eine ganz bestimmte Abfolge der fünf platonischen Körper das Planetensystem darzustellen, doch heute wissen wir, dass dies zu keiner Zeit einer tatsächlichen Gesetzmäßigkeit entsprach und spätestens mit der Entdeckung eines weiteren Planeten, wäre dieser Erklärungsversuch ohnehin obsolet geworden.

 

 

Wer sich mit der Frage beschäftigt und wissen möchte, ob es nun tatsächlich lediglich fünf dieser wundersamen Körper gibt, der kann sich anhand eines wissenschaftlichen Beweises auf dieser Seite näher damit beschäftigen. Doch vorweg, ja, es gibt lediglich fünf platonische Körper.

 

 

 

Platonische Körper in der Kunst

 

Die künstlerische Darstellung der Platonischen Körper ist glaube ich so alt wie die Darstellung derselbigen. Das Interesse an geometrischen Formen und Körpern ist allgemein auch noch heute sehr groß und so spiegeln sich die Platonischen Körper auch in den Werken moderner Künstler, so wie etwa Dali und Escher.

 

Die platonischen Körper und die Blume des Lebens

 

Seit jeher ist die Blume des Lebens ein bekanntes perfekt geometrisches Symbol und Muster, das aus insgesamt 19 Kreisen besteht. Es handelt sich um eines der ältesten Symbole unseres Planeten überhaupt und man schätzt das Alter der Lebensblume auf mindestens 5000 Jahre. Die Blume des Lebens verfügt über eine absolute Geometrie und sie konnte in unzähligen historischen Stätten auf dem gesamten Globus gefunden werden. Sie ist eines der wichtigsten Elemente innerhalb der Ordnung der Schöpfung und Teil der sogenannten Heiligen Geometrie, der Grundlage unserer gesamten Schöpfungsgeschichte. Die Lebensblume steht dabei für die Kraft der Schöpfung, für den Ursprung, für die Unendlichkeit des Seins aber auch für die kosmische Ordnung hinter allem.

 

Aus der Blume des Lebens lassen sich alle fünf platonischen Körper herleiten und für viele [spirituelle] Menschen ist die Blume des Lebens aufgrund ihrer Gesetzmäßigkeiten und Wirkungen von übergeordneter Bedeutung. Sie verfügt über eine perfekte Struktur, setzt sich aus 19 Kreisen, 12 Halbkreisen, 6 Drittelkreisen und 18 Sechstel-Kreisen zusammen, die fließend und in einer ganz bestimmten Anordnung ineinander übergehen.

 

 

 

In der Blume des Lebens finden sich bei näherer Betrachtung unzählige mathematische Gesetzmäßigkeiten, so etwa der Goldene Schnitt, der Satz des Pythagoras, ferner der Lebensbaum [Kabbalah] und zuletzt, die wohl komplexeste Gesetzmäßigkeit überhaupt, der Würfel des Metatron.

 

Der Würfel des Metatron

 

Der Würfel des Metatron ist die Quintessenz der Blume des Lebens und er vereint alle platonischen Körper in einem einzigen Körper. Er entsteht, wenn man die 13 Kreise aus der Frucht des Lebens innerhalb der Lebensblume miteinander verbindet. Er versteckt sich sozusagen in der Blume des Lebens und der Würfel des Metatron gilt als das Symbol mit der größten Schöpfungskraft. Metatron [lat. metator, Vermesser] ist ein hochrangiger Engel aus der jüdischen Mythologie und im babylonischen Talmud wird Metatron an drei Stellen erwähnt. Der Sohar bezeichnet Metatron als jenen Engel, der das Volk Israel während des Exodus aus Ägypten geführt hatte.

 

 

 

 

 

 

Quellen:

 

https://www.stein-magazin.de/skulptur-des-monats-platonische-koerper/

https://did.mat.uni-bayreuth.de/

https://did.mat.uni-bayreuth.de/mmlu/platon/lu/natur_frameset.htm

http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2013/9647/pdf/GU_26_1993_S9_24.pdf

http://www.schule-bw.de/faecher-und-schularten/mathematisch-naturwissenschaftliche-faecher/mathematik/unterrichtsmaterialien/sekundarstufe1/geometrie/platon/platon_zsfg.pdf

https://de.wikipedia.org/wiki/Metatron

https://www.chemie-schule.de/KnowHow/Platonischer_Körper

 

 

 

 

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