Süßstoffe und Zuckeraustauschstoffe

November 17, 2018

Süßstoffe und Zuckeraustauschstoffe

 

Bei den meisten Zuckeraustauschstoffen handelt es sich um süß schmeckende Verbindungen, die entweder keinen oder aber nur einen geringen Effekt auf den Blutzuckerspiegel haben. Die Polyole, sogenannte Zuckeralkohole, werden von unserem Körper unabhängig vom Insulin verstoffwechselt, dies ist auch der Grund dafür, warum man diese Stoffe in der Ernährung für Diabetiker verwendet. Zum aktuellen Zeitpunkt sind in der EU unter anderem folgende Zuckeralkohole zugelassen:

 

- Sorbit (E 420)

- Mannit (E 421)

- Maltit (E 965)

- Isomalt (E 953)

- Lactit (E 966)

- Xylit (E 967)

- Erythrit (E 968)

 

Abbildung: Molekulare Struktur von Aspartam

 

Die Süßkraft dieser Stoffe gleicht dem von gewöhnlichem Haushaltszucker. Süßstoffe und Zuckeraustauschstoffe sind nicht das gleiche, obwohl sie oftmals gemeinsam in einem Atemzug genannt werden. Der Unterschied besteht darin, dass Süßstoffe eine vielfach stärkere Süßkraft haben als die erwähnten Zuckeraustauschstoffe.

 

Süßstoffe werden im Chemielabor synthetisiert und es war der Lebensmittelchemiker Constantin Fahlberg, der 1855 den ersten Süßstoff entdeckte: Saccharin. Süßstoffe werden von der Lebensmittelindustrie großzügig eingesetzt und allein in Deutschland greifen mittlerweile so viele Menschen zu diesen Substanzen, dass wir uns eigentlich gar nicht wundern müssen, dass wir immer kränker werden. Tatsächlich muss man nach dem aktuellen wissenschaftlichen Stand davon ausgehen, dass diese Stoffe eher Fluch als Segen sind, denn es besteht der (durchaus gerechtfertigte) Verdacht, dass diese Stoffe gesundheitsschädlich sind, Krebs auslösen und langfristig dick machen. Sie sorgen dafür, dass noch mehr Menschen an Diabetes mellitus erkranken. Aktuell sind in der EU genau zehn Süßstoffe zugelassen:

 

- Aspartam (E 951), 200-fach stärkere Süßkraft als Zucker

- Neotam (E 961), aus Aspartam synthetisiert und 13.000-fach süßer als Zucker

- Acesulfam-Kalium (E 950), 200-fache Süßkraft als Zucker

- Aspartam-Acesulfam-Salz (E 962), 200-fache Süßkraft als Zucker

- Cyclamat (E 952), bis zu 50-fach stärker als Zucker

- Saccharin (E 954), bis zu 500-fach süßer als Zucker

- Sucralose (E 955), bis zu 600-fach süßer als Haushaltszucker

- Neohesperidin-Dihydrochalcon (E 959), bis zu 600-fach süßer als Zucker

- Thaumatin (E 957), 3000-fach süßer als Zucker

- Steviosid (E 960), 400-fach süßer als Zucker

 

 

Abbildung: Bronzerelief von Constantin Fahlberg |

Bild: Von Klewic - Eigenes Werk, CC BY 3.0,

https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=9770486

 

Und warum sind Süßstoffe nun ein Problem?

 

Soweit so gut, doch die »Süßstoff-Medaille« hat ebenfalls zwei Seiten. Aspartam ist jener Süßstoff, der weltweit bisher am häufigsten eingesetzt wurde und auch weiterhin eingesetzt wird. Doch wussten Sie, dass Aspartam ein Nervengift ist? Wussten Sie, dass die Amerikaner in den 70er Jahren Aspartam ursprünglich für die biologisch-chemische Kriegsführung einsetzen wollten? Wussten Sie schon, dass viele dieser Süßungsmittel eine stark toxische, also giftige Wirkung auf unsere Vierbeiner haben? Wussten Sie weiterhin, dass diese Substanz erwiesenermaßen ab einer bestimmten Konzentration unterschiedliche Symptome beim Menschen auslöst und trotzdem von der Zulassungsbehörde für Lebensmittel zugelassen wurde?

 

Wussten Sie schon, dass man eindeutig nachweisen konnte, dass diese Substanz langfristig Alzheimer, Parkinson, Epilepsie, Gewichtszunahme und Persönlichkeitsstörungen hervorrufen kann? Wahrscheinlich haben Sie es bereits geahnt.

 

 

Das Problem beim Aspartam ist unter anderem die geringe Hitzebeständigkeit, denn dieser Stoff zerfällt bereits ab einer Temperatur von 28,5° Celsius in seine chemischen Bestandteile Phenylalalin, Asparaginsäure und dem berüchtigten Methanol. Schwierig, denn dies bedeutet, dass bei einer Körpertemperatur von durchschnittlich 37° Celsius sämtliche Bestandteile über den Darm aufgenommen werden, in den Blutkreislauf gelangen und sogar die Blut-Hirn-Schranke passieren. Methanol, einer der chemischen Bestandteile des Aspartams, ist ein Gift und eine Intoxikation kann durchaus zum Tode führen. Methanol hat auch eine schädigende Wirkung auf unser Gehirn und es braucht nicht viel Fantasie, um sich auszumalen, was diese Substanz in unserem Organismus anrichten kann, wenn sie täglich zugeführt wird und sich die Konzentration im Körper, durch einen kumulierenden Effekt, erhöht. Denn beim Abbau von Methanol entsteht in unserem Körper Formaldehyd und unser Organismus kann diese Substanz nur sehr schwer abbauen, dadurch entsteht der kumulierende Effekt, wenn diese Substanz regelmäßig zugeführt wird. Dabei steht Aspartam exemplarisch für die Süßstoffe und es bedarf an dieser Stelle wohl kaum einer weiteren Ausführung, was die anderen angeht. Ich möchte ausdrücklich darauf hinweisen, dass die anderen Süßstoffe nicht minder gefährlich sind als Aspartam.

 

Bereits in meinem "Das Handbuch der ketogenen Ernährung" hatte ich diese Thematik aufgegriffen, aber auch in meinem zweiten Buch "Ketoga", denn Süßstoffe wie etwa Aspartame werden von vielen Yogis gemieden, wie der Teufel das Weihwasser meidet. Denn neben der bereits erwähnten gesundheitlichen Problematik haben diese Stoffe einen negativen Einfluss auf die Aktivität unserer Epiphyse [Zirbeldrüse]. Dass nun damit der Serotonin- und Melatonin-Haushalt nachteilig beeinflusst werden kann, ist für mich persönlich ebenfalls ein großes Problem. Inwiefern diese Neurotransmitter mit der Epiphysen-Aktivität zusammenhängen, kann in diesem Beitrag nachgelesen werden.

 

Abbildung: Die Epiphyse [Zirbeldrüse]

 

 

Fazit: Es ist im Grunde ähnlich wie mit vielen anderen Substanzen, die von unserer Lebensmittel-Industrie trotz [nachgewiesener] schädigender Wirkung großzügig eingesetzt werden. Wir tun uns etwas Gutes, wenn wir solche Stoffe nur marginal oder eben überhaupt nicht einsetzen.Mittlerweile vertrete ich sogar schon die Meinung, wenn schon Süßes, dann bitte "ehrlichen Zucker" und keineswegs Aspartam, Cyclamat und Saccharine.

 

Weiterführende Weblinks:

 

 

 

Quellen:

Das Handbuch der ketogenen Ernährung, Fabrizio P. Calderaro, ISBN 9783960500711

Ketoga, Fabrizio P. Calderaro, ISBN 9783960501206

Eintrag zu Aspartam in der ChemIDplus-Datenbank der United States National Library of Medicine (NLM), abgerufen am 13. Juni 2017

Anlage 2 Teil B (zu § 4 Abs. 1 und § 7) ZZulV: Zum Süßen von Lebensmitteln zugelassene Zusatzstoffe

Hans-Dieter Belitz, Werner Grosch, Peter Schieberle: Lehrbuch der Lebensmittelchemie. 6. Auflage Springer, Berlin 2008, ISBN 978-3-540-73202-0

 

 

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