Ketoga-Rezept N°1: Ingwer-Öl selbst herstellen

December 2, 2018

Ketoga-Rezept N°1: Ingwer-Öl selbst herstellen

 

Neben dem Ingwerwasser verwende ich persönlich sehr häufig das sogenannte Ingwer-Öl. Ich verzichte dabei auf Produkte aus dem Handel und stelle mir mein Ingwer-Öl gerne selbst her. Dadurch habe ich auch die Möglichkeit, die Rezeptur ein wenig zu verändern oder zu erweitern. Die Herstellung des Ingwer-Öles ist dabei denkbar einfach und nimmt nur wenig Zeit in Anspruch.

Ingweröl hat im asiatischen Raum eine sehr lange Tradition und es ist wirksam gegen eine Vielzahl von Beschwerden. Wenn man ein wenig recherchiert wird man erstaunt feststellen können, dass die besagte Essenz bereits vor mehr als 5000 Jahren vom Menschen zu Heilzwecken genutzt wurde. Und natürlich findet man auch in den alten Sanskrit-Texten Hinweise darauf. Auch die antiken Ägypter kannten die Wirkung des Öles, wie einschlägige Quellen belegen.

 

Abbildungen: Ingwer-Öl lässt sich hervorragend für Massagen und Einreibungen verwenden

 

Das Ingweröl-Profil

 

Ingwer-Öl riecht würzig aromatisch, dabei lassen sich jedoch auch andere Facetten beobachten – etwa eine fruchtige Zitrusnote. Das rein ätherische Ingweröl wird auch noch heute bevorzugt durch die Dampfdestillation gewonnen. Ein einziger Destillationsprozess reicht bei Ingwer jedoch nicht aus, um das ätherische Öl zu gewinnen, da das Rhizom einen beachtlichen Wasseranteil mit sich bringt.

 

 

 

Die Inhaltsstoffe des Ingweröls

 

Die würzige Ingwer-Knolle hat es wahrhaftig in sich, denn sie kommt mit einer Vielzahl an wirkungsvollen Substanzen daher:

  • Gingerol, Zingiberen, Zingiberol

  • Phellandren, Cineol, Citral

  • Camphen, Borneol

  • Sesquiterpene: Bisabolen, Farnesen, Curcumen, Sesquiphellandren

  • Pinen, Limonen

  • Ätherisches Öl [Aldehyde, Ketone, Sesquiterpen-Alkohole, Monoterpenalkohole]

 

Abbildungen: Für die Herstellung des Ingwer-Öls wird das Rhizom bzw. die Knolle verwendet. Es besteht auch die Möglichkeit, ein gemahlenes Pulver für die Herstellung zu verwenden.

 

Das Wirkungsspektrum des Ingwer-Öls

 

Ingweröl wird in der traditionellen chinesischen Medizin TCM bei einer Vielzahl von Beschwerden eingesetzt: Magenbeschwerden, Durchfälle, Verdauungsstörungen, Übelkeit und Erbrechen. Im Ayurveda nutzt man die Wirkung des Ingwers, um Gewichtsprobleme in den Griff zu bekommen. Aufgrund seiner antibakteriellen und antiviralen Wirkung kann Ingwer auch bei Infekten Hilfreich sein. Bei Halsschmerzen kann das Ingweröl direkt mit einem Pinsel auf die betroffenen Stellen appliziert werden. Auch eine Gurgellösung [ähnlich wie mit Salbei] ist ein probates Mittel bei Halsschmerzen, gerne können auch beide Essenzen gemeinsam als Aufguss zum Gurgeln verwendet werden. Ingwer hat an und für sich eine Wirkung, die der von Antibiotika gleicht. Ingwer hat eine immunstimulierende Wirkung und es ist in der Lage, freie Radikale im Organismus zu binden. Diese Fähigkeit macht den Ingwer zu einer starken Antioxidans.

 

Die äußerliche Anwendung

 

Grundsätzlich lässt sich sowohl der Ingwer-Aufguss als auch das Ingweröl innerlich anwenden. Doch auch die äußerliche Anwendung des Ingweröls sollte nicht unterschätzt werden. Das Öl regt die Durchblutung an, es hilft bei rheumatischen Erkrankungen, kann gegen Muskelschmerz, Verspannungen und Muskelkater eingesetzt werden. Es übt eine beruhigende Wirkung aus und es sorgt während der Einreibung für eine frische Atmosphäre. Ingweröl ist auch ein wirksames Mittel bei Spannungskopfschmerzen und bevor man zu chemisch definierten Arzneimitteln greift, sollte man es mit einer 10-minütigen Kopf- und Gesichtsmassage mit Ingweröl versuchen.

 

Ingwer hat neben den bereits erwähnten Wirkungen auch eine antiphlogistische, also entzündungshemmende Wirkung. Diese Eigenschaften lassen sich bei der Körper- und Gesichtspflege nutzen, so ist Ingwer ein starkes Mittel bei Akne und Pickel, aber auch bei anderen Dermatitiden. Auch bei Neurodermitis kann Ingwer äußerlich angewendet, für Linderung sorgen.

 

Die Herstellung des Ingwer-Öls

 

Wer nicht auf Fertigprodukte zurückgreifen möchte, der kann Ingweröl selbst herstellen. Die Herstellung des Öles ist denkbar einfach:

 

Abbildungen: Ingweröl lässt sich ganz einfach selbst herstellen. Eine schonende Methode ist dabei das Wasserbad, allerdings muss dann das Öl auch dementsprechend länger erhitzt werden, um die Inhaltsstoffe des Ingwer zu lösen.

 

Für 400 ml Oliven-, Kokos- oder Mandelöl [dieses dient als Basis] benötigt man etwa drei Rhizome [Wurzelstöcke]. Der Ingwer wird geschält und mit einer Käsereibe in kleine Stückchen gehobelt. Nun wird das Öl gemeinsam mit dem Ingwer auf dem Herd für etwa 120 Minuten bei niedrigster Stufe bei etwa 60-70° C „geköchelt [alternativ kann der Ingwer auch in kleine Stückchen geschnitten werden und während des Erhitzens nach und nach mit einer Schere zerkleinert werden.]. Nachdem diesem Vorgang lässt man das Öl ein wenig abkühlen und gibt es danach durch ein Sieb in einen geeigneten Glasbehälter. Das fertige Öl muss nun etwa 14-21 Tage reifen, nur so entwickelt das Massageöl sein volles Aroma. Das hergestellte Öl ist bis zu 12 Monaten haltbar. Wer das Ingwer-Öl konzentrieren möchte, kann diesen Vorgang x-beliebig oft mit dem gleichen Öl wiederholen.

 

 

 

Tipp: Wer auf Nummer sicher gehen möchte, der verwendet für die Herstellung des Ingwer-Öls ein Wasserbad, dadurch verhindert man, das wertvolle Inhaltsstoffe durch das Überhitzen zerstört werden. Dabei muss das Erhitzen des Öles jedoch zwischen 2-3 Stunden betragen. Ich füge bei der Herstellung gerne auch noch frische Kräuter hinzu, zum Beispiel Thymian oder Rosmarin. 

 

 

 

 

 

Share on Facebook
Share on Twitter
Please reload

Newsletter abonnieren und keinen Beitrag mehr verpassen.

join us

 for the 

PARTY

Recipe Exchange @ 9pm!

KETOGA
Ketogene Ernährung und Yoga
  • Black Facebook Icon
  • Black Twitter Icon
  • Black Pinterest Icon
  • Black Instagram Icon
Das Handbuch der ketogenen Ernährung
Im Handel und
als eBook erhältlich!

aperiamus.com | keto-gen.de |