Was geschieht in unserem Gehirn, wenn wir wohltuende Musik wahrnehmen? [inkl. 4 Stunden Yoga- und Meditationsmusik als kostenloser Download]

September 30, 2018

 

Musik, Yoga und Meditation

 

Kürzlich erreichte mich eine Email von einem meiner Leser und mir wurden dabei die folgenden Fragen gestellt:

 

Lieber Fabrizio, können Sie mir eventuell sagen, welche Methode die bessere ist? Sollte ich beim Ausführen meiner Asanas Musik im Hintergrund laufen lassen, welche Effekt erziele ich denn nun wirklich damit und wie sieht es mit der Meditation aus? Macht es Sinn, auch beim Meditieren Musik einzusetzen? Über Ihre Antwort würde ich mich sehr freuen…

 

Diese Email ist nun auch Anlass für den heutigen Artikel und dabei wären wir auch schon bei der ersten Frage, ob nämlich Musik bei der Meditation behilflich sein kann.

 

 

 

Kann Musik bei der Meditation behilflich sein?

 

Die Antwort darauf lautet eindeutig ja, denn Meditation ist ein Stück Leben und was wäre unsere Welt, wenn es keine Musik gäbe? Dabei sehe ich das ganz unabhängig davon, um welche Art von Musik es sich zunächst handelt. Die richtige Musik kann in uns folgendes bewirken:

  • Negative Emotionen können bekämpft werden.

  • Es kann durch ganz bestimmte Musik eine angenehme, positive Stimmung erzeugt werden.

  • Musik kann dabei helfen, zu entspannen und somit loszulassen.

Musik kann aber auch das Gegenteil in uns bewirken und dies gilt es dabei stets zu beachten. Deshalb ist die richtige Musikauswahl das A und O. Wir alle kennen das, ein ganz bestimmtes Musikstück ruft ganz bestimmte Emotionen und damit verbundene Ereignisse hervor, auch etliche Jahre nach dem Ereignis.

 

 Abbildungen: Musik ist in der Lage Emotionen hervorzurufen.

 

 

Warum Musik ganz bestimmte Emotionen erzeugen kann

 

Jener Anteil des menschlichen Gehirns, der für die Aufnahme von Klängen, Lauten und somit der Musik verantwortlich ist, nennen wir es einmal "musikalisches Gedächtnis", ist sehr eng mit unseren Emotionen und somit mit unserem Gefühlsleben verbunden. Dadurch sind wir Zeit unseres Lebens in der Lage, auch solche Emotionen zurück ins Leben zu rufen, die bereits lange Zeit der Vergangenheit angehören. Ein sehr gutes Beispiel ist der Lieblingstitel, den Sie sich zusammen mit Ihrer ersten großen Liebe angehört haben. Und so lassen sich etliche weitere Beispiele dafür aufzählen.

 

Doch was geschieht in unserem Gehirn?

 

Diese Frage ist besonders interessant. Wann immer wir Musik wahrnehmen, die in der Lage ist, Emotionen in uns zu mobilisieren, uns zu berühren und emotionale Erinnerungen wachzurufen, kommt es auf biochemischer Ebene zu einer signifikanten Ausschüttung des Neurotransmitters „Dopamin“. Sie sehen wie wichtig diese Neurotransmitter in unserem Körper sind, denn sie treten immer wieder auf und sind so an ganz vielen [lebenswichtigen und somit essentiellen] Prozessen beteiligt.

 

Und was geschieht, wenn die Dopamin-Konzentration im Organismus steigt?

 

Sobald das Dopamin einen bestimmten Schwellenwert überschreitet und in einer ganz bestimmten Konzentration vorliegt, passieren gleich mehrere Dinge gleichzeitig:

  • Die Herzfrequenz wird heruntergefahren, der Puls und Herzschlag beruhigen sich.

  • Unsere Muskulatur und somit auch der Tonus werden entspannt.

  • Wir werden empfänglicher für Dinge, die mit Emotionen zusammenhängen und oftmals untergehen, weil wir dafür weder Kopf noch Zeit haben.

  • Dopamin hat einen antagonistischen Effekt auf das Angstzentrum in unserem Gehirn, es hemmt Ängste und negative Emotionen.

  • Wir können uns besser auf etwas konzentrieren, z.B. die Asana oder eben auf die Achtsamkeitsübung & Visualisation während der Meditation.

  • Der Körper reduziert die Ausschüttung von Stresshormonen, wie etwa das Kortisol.

 

 

Somit lassen sich die Fragen meines Lesers eindeutig beantworten:

 

Die richtige Musik kann positive Stimmungen in uns verstärken und sie hilft uns dabei, zu entschleunigen. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie Musik bei Ihren Asanas oder der Meditation einsetzen. Wann immer Sie etwas tun, dass Ihr Wohlbefinden positiv beeinflusst, kann es einfach nicht falsch sein. Nicht ohne Grund hat das Zusammenspiel zwischen Meditation und Klängen einen historischen Hintergrund, der Jahrtausende alt ist.

 

Der US-amerikanische Musiker Moby hat eine Reihe von musikalischen und wirklich ruhigen Stücken produziert, die sich hervorragend für die Meditation und Yoga-Praxis eignen. Dabei handelt es sich um 4 Stunden Musik (!) und Moby hat sich dafür entschieden, diese Musik allen Menschen zur freien Verfügung zu stellen, die sich dafür interessieren. Die Musik darf ausdrücklich verbreitet, geteilt und gestreamt werden.

 

Dabei gibt es einige Tracks, die mir persönlich besonders gut gefallen. Es handelt sich dabei wirklich um eine sehr angenehme und ruhige Musik, ohne Bass, ohne Drums, ohne Vocals und ohne Schnickschnack. Ich wünsche Ihnen viel Spaß damit!

 

Moby - Long Ambients I - Calm. Sleep. Meditation. Yoga

 

 

 

 

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